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“Ich bin sicher raus aus der WM”

25.04.2022 • 18:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lewis Hamilton durchlebt derzeit eine schwierige Phase
Lewis Hamilton durchlebt derzeit eine schwierige Phase (c) IMAGO/Hoch Zwei

In Imola erlebte Hamilton ein enttäuschendes Wochenende.

Vor ziemlich genau einem Jahr kämpfte Lewis Hamilton in einem der spannendsten WM-Kämpfe der Formel 1 in Imola Rad an Rad mit Max Verstappen um den Sieg beim Großen Preis der Emilia-Romagna. Einen ebenso heißen Titelkampf gibt es nach dem erneuten Erfolg des Niederländers in Italien auch in diesem Jahr – nur ohne die Beteiligung des Briten. “Ich bin sicher raus aus der WM”, resümierte der siebenfache Weltmeister nach dem katastrophalen Auftritt mit Platz 13 am Sonntag. “Das war ein Wochenende zum Vergessen.” Die Mission “Rekordweltmeister” muss also verschoben werden, das Duell des Jahres heißt Verstappen gegen Leclerc.

Auf die Höchststrafe in Runde 42, als Verstappen seinen Rivalen aus dem Vorjahr kurzerhand überrundete, folgte auch eine Schlappe im internen Mercedes-Duell. Shootingstar und Teamkollege George Russell parkte seinen Boliden in seiner ersten Saison beim amtierenden Konstrukteursweltmeister auf Platz vier. Nach ebenso viel Rennen steht es 3:1 für den 24-Jährigen in Sachen Rennergebnisse. Liegt es also vielleicht gar nicht am Wagen des siebenfachen Champions? “George kam durch seinen guten Start nach vorne. Lewis hing in einem DRS-Zug fest. Er war deutlich schneller als Gasly (Pierre Gasly, Anm.) oder Albon (Alex Albon, Anm.). Aber ohne den Topspeed-Vorteil kannst Du hier nicht überholen. Vor allem, wenn es nur eine trockene Spur gibt. Er steckte einfach fest”, verteidigte Teamchef Toto Wolff seinen Schützling.

Der Österreicher entschuldigte sich noch per Boxenfunk für die derzeit erschreckend schwache Performance des W13, der weiterhin mit dem Hüpfen auf der Gerade (Porpoising) und fehlender Geschwindigkeit zu kämpfen hat. Obwohl Wolff den Routinier in Schutz nimmt, scheint Russell den strauchelnden Mercedes besser im Griff zu haben. “Vielleicht haben mir die Probleme bei Williams, wo ich auch sehr schwierige Autos gefahren bin, zu einem gewissen Grad geholfen“, versucht sich der Neuzugang an einer Erklärung. Sein Teamkollege werde “unglaublich stark zurückkommen. Daran habe ich keine Zweifel.” Auch Toto Wolff gibt sich ähnlich optimistisch: “Der Kerl ist der beste Fahrer der Welt, er hat einfach nicht die Maschine und die Ausrüstung, das zu zeigen.”

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