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Mitarbeiterin zweigte im Hotel 9400 Euro ab

25.04.2022 • 19:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mit der Diversion blieb der Angeklagten eine drohende Verurteilung und damit eine Vorstrafe erspart. <span class="copyright">shutterstock</span>
Mit der Diversion blieb der Angeklagten eine drohende Verurteilung und damit eine Vorstrafe erspart. shutterstock

Unbescholtene 30-Jährige hat Schaden wiedergutgemacht.

Die damalige Assistentin des Hoteldirektors hat im Vorjahr zwischen April und September 9400 Euro abgezweigt. Den Schaden hat die mittlerweile doch geständige 30-Jährige bereits wiedergutgemacht.

Deshalb kam die unbescholtene Angeklagte am Montag in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch mit einer Diversion davon. Wenn sie dem Gericht innerhalb der nächsten zwei Wochen als Geldbuße 1900 Euro bezahlt, wird das Strafverfahren gegen sie eingestellt werden. Davon entfallen 100 Euro auf Verfahrenskosten. Die von Andrea Concin verteidigte Angeklagte und Staatsanwalt Johannes Hartmann waren mit der diversionellen Erledigung einverstanden.

Keine Vorstrafe

Mit der Diversion blieb der Angeklagten aus dem Bezirk Feldkirch eine drohende Verurteilung und damit eine Vorstrafe erspart. Als Tatmotiv gab sie vorübergehende finanzielle Probleme an. Deshalb habe sie 7500 Euro an Tageslosungen veruntreut und 1900 Euro an Parkgeldern gestohlen.

Im Strafantrag der Staatsanwaltschaft wurden der Angeklagten die Vergehen der Veruntreuung und des Diebstahls vorgeworfen. Dafür betrug der Strafrahmen bis zu drei Jahre Gefängnis. Für die Wiedergutmachung des verursachten Schadens nahm die nun bei einem Unternehmen in einer anderen Branche beschäftigte Angestellte nach eigenen Angaben einen Bankkredit über 16.000 Euro auf.
Aufgefallen sind die Geldentwendungen der Buchhaltung des Hotels aus dem Bezirk Dornbirn. Als Täter zunächst in Verdacht geraten waren der Hoteldirektor, seine nunmehr angeklagte Assistentin und ihre Nachfolgerin. Der Hoteldirektor fragte als Zeuge in der Gerichtsverhandlung die Angeklagte, ob sie noch immer über einen Schlüssel fürs Hotel verfüge. Er erhielt darauf keine Antwort. Der Hoteldirektor merkte an, im Hotel sei ein Sack mit 29.000 Euro gefunden worden. Dabei soll es sich um Tageslosungen handeln, die nicht veruntreut wurden.