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Ein sehr persönlicher Geburtstagsgruß

26.04.2022 • 19:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Zum Jubiläum wird das Schaffen des Komponisten Rudi Spring mit einem Buch gewürdigt.

Am 17. März feierte der gebürtige Lindauer Rudi Spring seinen 60. Geburtstag, aus diesem Anlass haben drei Weggefährten dem vielseitigen Musiker und Menschen ein Buch gewidmet, das die zahlreichen Facetten seines Wirkens ins Licht rückt. Es ist mehr als eine Festschrift, denn der Jubilar hat selbst einige Texte zu eigenen Werken, einen ausführlichen Lebenslauf und ein umfassendes und vielfach gegliedertes Werkverzeichnis beigetragen. Es ist viel mehr als eine Biografie, denn aus den Beiträgen der Herausgeber, aus detaillierten Werkanalysen und zahlreichen kurzen Statements von Musizierenden, Studierenden und anderen Menschen aus seinem Umfeld entsteht das bunte Kaleidoskop eines für die Musik, ihre Interpretation und ihre Präsentation brennenden Künstlers.

Biografische Details

Die Herausgeber sind mit Rudi Spring seit Jahrzehnten verbunden: Bernd Oberdorfer, der Schulfreund aus der Zeit am Lindauer Gymnasium, heute evangelischer Theologe und Professor in Augsburg, gibt Einblick in diese prägenden Jahre am Bodensee, als bereits der Schüler als Pianist und Komponist von Schauspielmusik für das Schultheater oder von Jugendmessen von sich reden machte.
Aus der Zeit der Gründung des Vorarlberger Konservatoriums, als Rudi Spring regelmäßig zum Unterricht nach Bregenz pendelte, rührt die enge Freundschaft mit dem Klarinettisten und Coach Wolfgang Steger. Er taucht ein in diese Bregenzer Jahre und charakterisiert den Komponisten als einen, der manche Stücke über Jahrzehnte immer wieder aufgreift und überarbeitet. Kilian Sprau, der Liedpianist und Musiktheoretiker und dritte Herausgeber, hat bei Rudi Spring an der Musikhochschule in München studiert, wo dieser seit den 1990er-Jahren seine Leidenschaft für Liedgestaltung, Entdeckerfreude und sinnvolle Programmdramaturgie an die Studierenden weitergibt. Mit seinen Beiträgen bekommt das Porträt des Musikers, Denkers und Pädagogen Spring nochmals eine besondere Note.


Detaillierte Werkanalysen durch den Wiener Pianisten Claus-Christian Schuster oder durch den Komponisten und Dirigenten Johannes X. Schachtner (mit Links zum Verlag Vierdreiunddreissig, wo die Werke zum Teil heruntergeladen werden können), eine Würdigung von Birgit Stolzenburg speziell zu Springs Erweiterung des Repertoires für Hackbrett, oder ein sehr persönlicher Gruß des Messkircher Autors Arnold Stadler runden das außergewöhnliche Geburtstagsbuch ab.
Wer Rudi Spring, seine Liebe zu beziehungsreich gebauten Programmen, zur erhellenden Moderation, zur Literatur, zum schrägen Humor oder zu spannenden Raritäten kennt, wird ihm auf jeder Seite dieser liebevollen Würdigung wiederbegegnen.

Bernd Oberdorfer, Kilian Sprau, Wolfgang Steger (Hg.), Rudi Spring. Komponist, Pianist, Pädagoge. Allitera-Verlag, München 2022.

Katharina von Glasenapp

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