Allgemein

Wie man seinen Balkon bepflanzt

03.05.2022 • 12:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">KLAUS HARTINGER</span>
KLAUS HARTINGER

Balkon oder Terrasse verschönern? Dominik und Jenny Lumaßegger vom Mahlerhof erklären das Wichtigste.

Auf Balkon oder Terrasse muss niemand nicht mit der vorhandenen Steinwüste leben: Auch dort darf es blühen! Wie Dominik und Jenny Lumaßegger vom Mahlerhof in Höchst erklären, gibt es bei der Begrünung aber einiges zu beachten. So erfreut sich das Auge am meisten bei Anwendung folgenden Gestaltungsprinzips: Im Hintergrund höhere Gewächse platzieren, zum Beispiel Kletterpflanzen wie wilden Wein, Kiwis oder Clematis. Zum Vordergrund hin werden die Pflanzen in ihren Töpfen, Schalen und Blumenkästen immer niedriger.
Ganz vorne darf aber gerne etwas von der Decke Hängendes wachsen, etwa in einer Blumenampel. In Frage kommen dabei auch mit Erdbeeren oder Snacktomaten bepflanzte Ampeln.

<span class="copyright">klaus hartinger</span>
klaus hartinger

Immer am richtigen Platz

Man sollte ferner darauf achten, dass alle Pflanzen den Standort bevorzugen, an den sie kommen, also alle einen schattigen, halbschattigen oder sonnigen Platz. Ebenso wichtig ist es, dass die zusammengepflanzten Blumen und Gewächse denselben Wasserbedarf haben.
Lumaßeggers fragen außerdem gerne nach den Farben im Hintergrund. „Rote Geranien vor einem roten Haus, das harmoniert einfach nicht“, sagt Dominik Lumaßegger. „Außerdem ist es wichtig, zu wissen, wo die Pflanzen stehen sollen. Im ersten Stock über einem Pool, da hat man nicht viel Freude mit Blumen, die regelmäßig Blütenblätter verlieren. Bienenfreundliche Pflanzen sind gut, kommen aber direkt neben dem Essplatz oder in einem Gastgarten nicht in Frage.“ Die Pflanzen sollten auch vom Wuchscharakter her ähnlich sein, sonst wird die eine die anderen überwuchern. Weitere wichtige Fragen bei der Sortenentscheidung sind: Stehen die Blumen im Freien oder geschützt an der Hauswand? Können sie sich gegenseitig Schatten geben oder sind sie ganztags der Sonne ausgesetzt?

Hunger und Durst stillen

Außerdem mögen nicht alle Pflanzen dieselbe Erde. „Rhododendren und Hortensien mögen zum Beispiel saure Erde. Die meisten Beet- und Balkonpflanzen bevorzugen aber eine ähnliche Erde. Wir verwenden in der Regel die Vorarlberger Gärtnererde, in der ein Langzeitdünger für einen Zeitraum von acht Wochen enthalten ist. Für danach empfehlen wir Düngerkugeln, deren Membranen sich durchs Gießen allmählich auflösen und die die Nährstoffe so nach und nach freigeben. Wir mögen ja auch gerne Schokolade, aber nicht die ganze Tafel auf einmal“, sagt der Gärtner.
Dann sprechen Lumaßeggers übers richtige Gießen. „Das braucht viel Fingerspitzengefühl und ist Erfahrungssache.“ Wenn ein Übertopf oder ein Untersetzer vorhanden ist, die Pflanze am besten indirekt gießen, nicht aufgenommenes Wasser danach abgießen. Generell gilt: „Wer an seinen Pflanzen dauerhaft Freude haben möchte, kommt am besten zu den Vorarlberger Gärtnern.“

<span class="copyright">KLAUS HARTINGER</span>
KLAUS HARTINGER