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Auch Schramböcks Ablöse steht fest

09.05.2022 • 12:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP)
Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) APA/HANS PUNZ

Wirtschaftsministerin Schramböck gilt schon länger als Ablösekandidatin.

Kaum wurde bekannt, dass Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) der Politik den Rücken kehrt, werden auch wieder Gerüchte um eine mögliche Ablöse von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck laut. Die ÖVP-Ministerin, deren Ausscheiden aus dem Amt bereits mehrfach kolportiert wurde, gilt seit spätestens Dezember als Wackelkandidatin in der Regierung.

Nach diversen Fehltritten wie dem “Kaufhaus Österreich” und fehlender Hausmacht in ihrer Partei habe sie sich nur halten können, weil ihr Bundesland Tirol keinen Ersatz aufstellen konnte, hieß es damals. Zuletzt war über eine Personalrochade spekuliert, die Nehammer vor dem ÖVP-Parteitag an diesem Wochenende plane und der Schramböck zum Opfer fallen könnte. Nehammer soll den Folus künftig stärker auf Wirtschaftsagenden legen wollen, wofür die Ministerin als zu wenig geeignet gelten soll. Zuletzt wurde Schramböck zudem kaum noch mit größeren Projekten betraut.

Kommt Tirol bei Nachbesetzung wieder zum Zug?

Soweit könnte es aber schon vorher sein. Wie die “Tiroler Tageszeitung” berichtet, tagte heute Vormittag der ÖVP-Landesparteivorstand, bei dem die Ministerin selbst anwesend gewesen sei. Zwar gab es von Schramböck keine Aussagen zu ihrer Zukunft in der Politik, laut TT werde aber damit gerechnet. Sollte Tirol bei der Nachbesetzung zum Zug kommen, gelten Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger und Tirols Agrarreferent und Bauernbundobmann Josef Geisler als aussichtsreiche Kandidaten. Schramböcks Pressesprecher waren telefonisch nicht erreichbar.

Auch ÖVP-Generalsekretärin Laura Sachslehner gilt als Wackelkandidatin, vor allem in Niederösterreich soll man wenig Freude mit ihr haben. Sie selbst dementierte zuletzt Ablösegerüchte. Wohl auch deshalb, weil es Nehammer selbst war, der die gebürtige Wienerin bestellt hatte.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.