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33.000 Euro Beute im Lokal: 16 Monate Haft

13.05.2022 • 18:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Symbolbildklaus hartinger

Vorbestrafter Rumäne wegen Einbruchsdiebstahls verurteilt. Zwölf Monate Gefängnis für Komplizen.

Bei einem Einbruchsdiebstahl in ein Bregenzer Restaurant im Dezember 2021 erbeuteten rumänische Täter nach den gerichtlichen Feststellungen 33.000 Euro. Zwei Tresore mit Bargeld wurden in dem Gastlokal aus der Verankerung gerissen.

Urteil nicht rechtskräftig

Einer der beiden Einbrecher wurde am Freitag in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Urteil, das der von Alexander Wirth verteidigte Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig, denn die Staatsanwältin nahm drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Der Strafrahmen für den schweren Einbruchsdiebstahl betrug null bis drei Jahre Haft.

Bei dem Angeklagten handelt es sich um einen 27-jährigen Rumänen. Der arbeitslose Untersuchungshäftling hat in Rumänien zwei Vorstrafen: fünf Jahre und acht Monate Gefängnis wegen Raubes sowie eine bedingte Haftstrafe von drei Jahren wegen anderer Delikte.

Bereits im April wurde am Landesgericht in einem anderen Strafprozess ein 20-jähriger Rumäne als Mittäter beim Bregenzer Einbruch verurteilt. Über ihn wurde wegen schweren Einbruchsdiebstahls eine Freiheitsstrafe von zwölf Monaten verhängt. Auch dieses Urteil ist nicht rechtskräftig.

Zu Rückzahlung verpflichtet

Der 27-jährige Angeklagte im Prozess am Freitag sagte, die Einbruchsbeute habe nur 2000 Euro betragen und nicht 33.000. Davon habe er 700 Euro erhalten. Er wisse allerdings nicht, ob sein Komplize mehr an Beute eingesteckt habe. Richter Christoph Stadler hielt jedoch die Angaben des Gastwirts für glaubwürdig, der von gestohlenen 33.000 Euro berichtet hatte.

Der Strafrichter verpflichtete den Angeklagten zur Rückzahlung. Sollte er dem nicht nachkommen, hätte er als sogenannten Verfallsbetrag für die kriminelle Bereicherung dem Staat die Hälfte der Beute zukommen zu lassen. Der Opferanwalt merkte an, die geschädigten Lokalbetreiber würden von den rumänischen Tätern wohl kein Geld erhalten.