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Mit der Natur eng verbunden

14.05.2022 • 15:57 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Katharina Moosbruger, Wanderführerin<span class="copyright">Anja Fontain</span>
Katharina Moosbruger, WanderführerinAnja Fontain

Katharina Moosbrugger führt Interessierte durch das Fohramoos.

Aufgewachsen im Berghof Fetz am Bödele, entschied sich Katharina Moosbrugger bereits in jungen Jahren dafür, erstmals die Welt zu bereisen. Knapp zehn Jahre lang lebte sie mehrfach für längere Zeit im Ausland. Wobei sie zwischendurch immer wieder in der Vorarlberger Gastronomie jobbte, um etwas Geld zu verdienen. Egal ob Südafrika, Costa Rica oder Vietnam – die heute 39-Jährige kam bis zu ihrem 30. Lebensjahr viel herum. Trotzdem meint sie rückblickend: „Ich musste lange weg sein, um zu erkennen, wie schön es hier ist.“
Wieder zurück in Vorarlberg, entdeckte Moosbrugger ihre Leidenschaft für Kräuter und die Natur und absolvierte im Anschluss die Ausbildung zur Kräuterpädagogin.


Im Jahr 2018 dann der Entschluss: „Ich möchte meine Leidenschaft zum Beruf machen.“ Mit „NATUR erfahren“ wagte sie den Sprung in die Selbstständigkeit. Eine Entscheidung, die sie bis heute in keiner Weise bereut, wie sie verrät. Als Wanderführerin und Kräuterpädagogin begleitet Moosbrugger Wanderfreudige quer durchs Naturschutzgebiet Fohramoos, ein Hochmoor am Bödele. Dabei bietet sie diverse Themenführungen an.

Kräuterwanderung

Die Kräuterwanderung findet in den Sommermonaten statt. „Während der Wanderung bespreche ich die Inhaltsstoffe oder die Verwendungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Wildkräuter. Zudem kosten wir diese auch.“ Am Ende der dreistündigen Wanderung wird mit den gesammelten Kräutern je nach Größenumfang der Gruppe eine Wildkräuterbutter in der Kräuterstube der 39-Jährigen hergestellt. Diese befindet sich in ihrem Elternhaus, dem Berghof Fetz. Besonders bei jungen Leuten erlebe die Kräuterwanderung einen regelrechten Boom, erzählt Moosbrugger. „Viele wollen nicht mehr direkt Medikamente einnehmen und schauen sich nach alternativen Methoden um.“

Moor- und Waldwanderungen

Die Moor- und Waldwanderung beginnt mit einem Barfußmarsch durch das Hochmoor. „Bei genauerem Betrachten entdeckt man dabei fleischfressende Pflanzen, die nur in diesem Gebiet vorkommen“, berichtet Moosbrugger. Auch der Wald selbst steht bei jener Wanderung im Fokus. Er stärke unser Immunsystem und steigere das Energielevel sowie die Konzentration, erklärt Moosbrugger. Viele würden außerdem die Heilwirkung der Bäume und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten nicht kennen.
Kindern oder Schulgruppen bietet die 39-Jährige ein anderes Programm. Dort stehen vor allem die fünf Sinne im Vordergrund. Auf spielerische Art und Weise führt sie die Kleinsten durch den Wald.
NEUE-Gartenfestival. Moosbrugger wird auch beim NEUE-Gartenfestival mit Interessierten eine Kräuterwanderung durchführen. Vom Dornbirner Marktplatz aus geht es bis zur Inatura und wieder zurück. „In Städten herrscht eine unglaubliche Artenvielfalt. Viele wissen das nur nicht“, so die Kräuterpädagogin.

Die Führungen durch das „Fohramoos“ finden in den Sommermonaten statt. Kräuterwanderung: Donnerstags, 10 bis 13 Uhr. Moor- und Waldwanderung: Freitags, 16 bis 18 Uhr. Weitere Informationen unter: www.naturerfahren.at.