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Auf ungeahnten Pfaden

16.05.2022 • 14:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Ausblick vom Mottakopf.<span class="copyright"> Vylet</span>
Ausblick vom Mottakopf. Vylet

Hertha Glück wandert über “Fürkele“ auf Mottakopf und am „Hummelhof“.

Ab dem Bahnhof Nüziders, vorbei am Fußballplatz beginnt die Wanderung. Der Wegweiser leitet zum ersten Etappenziel, dem „Fürkele“. Auf der Straße wird zuerst die Ill und gleich danach die Autobahn überquert. Mit diesem zweifachen Rauschen im Ohr und der steilen Flanke des Tschalengaberges im Blick ist die Bundesstraße rasch erreicht. In der Zufahrtsstraße des Kieswerks beginnt sofort nach der Rechtskurve der ab jetzt weiß-rot-weiße Waldweg. Steile und flachere Wegpassagen wechseln sich ab. Nach der Querung eines Forstwegs schlängelt sich der Weg durch lichteres Gehölz. Verschiedene Blumen wie das Milzkraut oder der Hohlknollige Lerchensporn sorgen für Farbtupfer im satten Frühlingsgrün.

Blick vom Außerberg zur Nonnenalpe und dem Zwölferkopf. <span class="copyright">Vylet</span>
Blick vom Außerberg zur Nonnenalpe und dem Zwölferkopf. Vylet

An der Geländekante angelangt, steigt man rechts den Waldweg nach oben zum Forstweg. Relativ flach führt dieser zum Wiesenweg nach „Außerberg“. Auf dem Wiesenweg den Häusern zu, zeigen sich links die Gottvaterspitze, der Zwölferkopf, darunter die Nonnenalpe und weiter hinten im Brandnertal der Kännerberg. Beim Wegweiser in Außerberg ist der folgende Wiesenweg schon zu erkennen. Ohne Beschilderung geht es rechts zuerst an einem kleinen, gelben Häuschen, dann am Stall vorbei über die Wiese nach oben. An der Straße angekommen, beginnt das Abenteuer, denn auch hier ist der Wegweiser wohl gerade in Revision. Rechts der Straße folgend erreicht man einen verblassten Richtungspfeil, der den weiß-blau-weißen Bergweg anzeigt. Nun darf der Wald immer wieder genau betrachtet werden, um den Weg zu erkennen. Gerade zu Beginn des Bergweges wechseln sich gut zu erkennende, mit von Laub überdeckte Passagen ab. Manch verblasste Markierung an einem Baum bestätigt, am richtigen Weg zu sein. Bei einer Weggabelung, an der am Weg ein morscher Baum und eine Tanne mit einem kugeligen Stamm zu sehen ist, geht es links hinauf. Je höher man steigt, umso eindeutiger ist der wunderbare Waldweg zu erkennen. Immer wieder geben die Bäume ferne Blicke über die Tschalenga-Au mit dem Tschalengasee zum Walserkamm und den Blumenegg-Gemeinden frei.

Biotope

Kleine Lichtungen und Wiesenstücke sind charakteristisch für diese „Laub-Weide-Wälder“. Bei diesen und angrenzenden Wiesen handelt es sich um besondere Magerwiesen, die daher als Biotope ausgewiesen sind (Mottaköpfle und Kamm). Bei den Wiesen des Mottakopfs angekommen, laden Bänke zur Rast ein. Der Blick zum Mottakopf zeigt im Hintergrund den Schwarzkopf und die Mondspitze. Gleich ist das Ziel der Wanderung, der Gipfel Mottakopf – eigentlich eine Hügelkuppe – erreicht. Mit dem Bergpanorama vom Hohen Fraßen über Roggelskopf bis zur Zimba lässt es sich gut erholen.
Zurück geht’s ab den Hütten auf dem Forstweg hinunter nach Vilschena. Der Rückweg ist ab hier gut gekennzeichnet. Also, links die Forststraße den Plattenbach entlang und nach unten. Nach der Querung ist der Bach in einem beeindruckenden Tobel zu sehen. Direkt vor dem letzten Haus wandert man rechts über die Wiese hinunter zu einem kleinen Tal mit Heubargen (Heuhütten). Durch diese märchenhafte Landschaft erreicht man kurz darauf den „Hummelhof“.

Biobäurin Tanja Moser vom Hummelhof mit einer Baby-Mohair-Ziege. <span class="copyright">Vylet</span>
Biobäurin Tanja Moser vom Hummelhof mit einer Baby-Mohair-Ziege. Vylet

Mit etwas Glück kann man hier die Mohair-Ziegen von Vollerwerb-Biobäuerin Tanja Moser sehen. Die Biodiversitätsbotschafterin ist mit großem Einsatz um die Erhaltung der umliegenden Magerwiesen bemüht. Wer Tanja Moser am Hof antrifft, kann sich bei ihr über die speziellen Ziegen sowie die Magerwiesen informieren.
Ab dem Hummelhof geht es zuerst links, danach auf dem vom Aufstieg bekannten Weg zurück. Gewiss beschert der Perspektivenwechsel weitere, fantastische Aus- und Einblicke in diese Naturschönheiten.

Hertha Glück

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