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Lebensmittel vor dem Müll retten

23.05.2022 • 20:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Hartinger

Die Umweltwoche widmet sich Klimafragen, vor allem dem Thema Lebensmittelverschwendung.

Die 13. Vorarlberger Umweltwoche will auch heuer die Bevölkerung für Natur und Umwelt sensibilisieren. Im Zentrum steht von 3. bis 12. Juni neben Klimaschutz und Naturvielfalt vor allem die Lebensmittelverschwendung. Das Programm richtet sich besonders an junge Menschen, die die Themen in ihre Familien tragen sollen. Es umfasse mit 120 Veranstaltungen so viele wie noch nie, so die Projektpartner von Gemeindeverband und Land Vorarlberg.

Die zehntägige Schwerpunktwoche rund um den Welttag der Umwelt am 5. Juni bietet im ganzen Land Biotopexkursionen, Hofladen-Besuche, Vorträge zu Natur-, Klima- und Umweltthemen, textile Flickwerkstätten und Repair-Cafés, Workshops zu Kräutern und naturnahen Gärten, Waldbaden, Infostände auf Märk­ten, Wildkräuterwanderungen, einen Restekochkurs, Schulaktionstage, Klima-Pub-Quiz, einen Sensenmähkurs sowie eine Klima-Rallye mit Smartphone und App für Jugendliche. Die Umweltwoche ist außerdem in sozialen Medien präsent, etwa mit Gewinnspielen.

Verschwendung beenden

Die Corona-Pandemie habe die Umweltwoche glücklicherweise nicht gebremst, so Gemeindeverbandspräsidentin Andrea Kaufmann (ÖVP) bei einer Pressekonferenz in einem Hofladen in Lauterach mit Verweis auf die Angebotsfülle. Manchmal brauche es nur kleine Anstöße für Veränderungen, die Umweltwoche liefere dazu viele Inspirationen. „Jährlich landen rund 4000 Tonnen genießbare Lebensmittel allein im Restabfall. Das sind 300 Euro, die man einfach in den Müll wirft“, begründete ihr Präsidiumskollege Rainer Siegele (ÖVP), Bürgermeister von Mäder, das heurige Schwerpunktthema. Unwissenheit und Unachtsamkeit seien dafür die Gründe, hier brauche es einen sorgsameren Umgang.
Die Gemeinde Mäder ist daher bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und hat einen offenen Kühlschrank installiert, in dem nicht mehr gebrauchte Lebensmittel zur Verfügung gestellt werden können. „Viele Menschen wissen etwa nicht, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht automatisch bedeutet, dass ein Lebensmittel ungenießbar oder sogar schädlich ist“, bringt Siegele ein Beispiel für vermeidbare Lebensmittelverschwendung.

„Die Umweltwoche lebt von Partizipation“, betonte Umwelt-Landesrat Daniel Zadra (Grüne), der durchaus einen Sinneswandel sah. So werde heute die Second-Hand-Bewegung nicht mehr belächelt und manch einer belasse „schlampige Ecken“ im Garten, „auch wenn das nicht in den Genen der Vorarlberger liegt“. Bewegung im Bewusstsein ortete auch Lauterachs Bürgermeister Elmar Rhomberg (ÖVP) angesichts des Zulaufs der Hofläden und bei der Mobilität.

Schüler präsentieren Projekt

Einen Anreiz für einen Umstieg soll das Umweltwochenticket für 15,70 Euro bieten. Fatih, Ida und Fabio aus den vierten Klassen der Lauteracher Volksschule Dorf betonten: „Frische Lebensmittel, frisches Wasser und frische Luft möchte jeder, darum muss sich auch jeder darum kümmern“. In einer Schaufenster-Ausstellung in Dornbirn stellen Schulen ihre Umweltprojekte vor. „Dabei ging es darum, den Kindern zu vermitteln, was eine gesunde Jause nicht nur im Hinblick auf die Gesundheit, sondern auch im Zusammenhang mit den Themen Nachhaltigkeit und Recycling leisten kann“, erklärt Klassenlehrerin Lisa Schrott. Gemeinsam mit einigen Mädchen und Buben zeigt sie, was die Kinder aus dem Unterricht für sich mitgenommen haben.
Die Viertklässler aus Lauterach wissen aber auch einiges über umweltfreundliche Mobilität zu berichten: Im Rahmen des Unterrichts haben sie als „Schoolwalker“ erkundet, wie der Weg zur Schule besonders nachhaltig zurückgelegt werden kann.

Umweltwoche

Die 13. Vorarlberger Umweltwoche findet vom 3. bis zum 12 Juni statt. Alle Veranstaltungen sowie weitere Termine zum Thema Umwelt finden sich auf der Webseite https://www.umweltv.at/veranstaltungen.

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