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Die Optionen der Klimapolitik

29.05.2022 • 15:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Optionen der Klimapolitik

Wer beim Umgang mit dem Klimawandel gefordert ist.

Dass die Freisetzung von Treibhausgasen das Klima, also die Statistik des Wetters, verändert, ist nun seit mehr als zwei Jahrzehnten jenseits jedes vernünftigen Zweifels bestätigt. Wie können, wie sollten Gesellschaften auf diese Veränderungen reagieren? Wissenschaft kann die Frage nach dem „Können“ beantworten, die nach dem „Sollen“ ist eine politische Frage.

Man kann grundsätzlich auf zwei Weisen reagieren, einmal durch Anstrengungen, die Änderungen, so weit möglich, zu vermindern, zum anderen, mit den Folgen der Änderungen für Menschen, Ökosysteme und Gesellschaften geeignet umzugehen. Die Gesellschaften bevorzugen ganz eindeutig Ersteres, die Minderung, oder den „Klimaschutz“.
Diese beiden Optionen sind keineswegs Alternativen, denn schlussendlich lassen sich nicht alle Veränderungen vermeiden, und an die eben nicht vermiedenen, hoffentlich reduzierten Veränderungen sollte sich angepasst werden.

Insofern ist die Sachlage einfach und klar: Die Öffentlichkeit glaubt, dass die in der global gemittelten Lufttemperatur ausgedrückten Änderungen auf bestenfalls 1,5 Grad gedeckelt werden können. Dies ist eine hoch-optimistische Annahme, aber ein Wert von 2 Grad scheint sich als möglich herauszuschälen. Ein solches Ergebnis erfordert, dass alle Netto-Emissionen von CO2 vor 2050 zu einem vollständigen Ende kommen – überall auf der Welt. Und dass anschließen im nennenswerten Maße Anteile der weiter in der Atmosphäre vorhandenen Gase entfernt werden. Die Beendigung der Emissionen ist eine Herausforderung, der alle Regierungen dieser Welt gegenüberstehen – und im Prinzip auch anerkannt haben. Dies muss auch von den europäischen Ländern geleistet werden, aber nur der globale Erfolg wäre ausreichend zur Lösung des Problems.

Es bleibt die Notwendigkeit einer Anpassung an nicht vermiedene Änderungen. Je stärker diese ausfallen, umso größer wird der Anpassungsdruck. Da die Folgen des Klimawandels wie Zunahme von Starkniederschlägen, Waldbränden oder Hitzewellen sich regional stark unterscheiden, ist diese Herausforderung vor allem eine an Gemeinden und Regionen.