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Neue Strategie für heimischen Tourismus

01.06.2022 • 20:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gemeinsam mit Stakeholdern und Interessensgruppen zogen die Parteien des Landtags an einem Strang. <span class="copyright">VLK/Mathis</span>
Gemeinsam mit Stakeholdern und Interessensgruppen zogen die Parteien des Landtags an einem Strang. VLK/Mathis

Eineinhalb Jahre lang wurde die bestehende Strategie überarbeitet.

Nachhaltig und chancenreich soll der Vorarlberger Tourismus werden. Das ist das Ziel der neuen Tourismus­strategie, die am Mittwoch im Volkswirtschaftlichen Ausschuss des Landtags einstimmig beschlossen wurde. Das Papier sei eine Landkarte für den künftigen Weg und stimme mit den Kernwerten der Standortmarke Vorarlberg überein. Darin waren sich die Bereichssprecher aller fünf Landtagsfraktionen einig. Die vorliegende Strategie sei ein Leitfaden für alle Akteure, um das Land „als Tourismusstandort noch attraktiver, zukunftsfähiger, resilienter und nachhaltig erfolgreich zu machen“, sagte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP).

Ganzjahrestourismus

Über 200 Persönlichkeiten sowie alle relevanten Stakeholder- und Interessengruppen waren an der Erarbeitung der „Vorarlberger Tourismusstra­tegie 2030“ beteiligt. Diese baut auf den zentralen Säulen des bestehenden Konzepts auf: Gastfreundschaft, Regionalität, Nachhaltigkeit und Vernetzung. Im Rahmen der Erarbeitung des neuen Papiers seien die Werte jedoch noch weiter ausgearbeitet und ergänzt worden. So soll es künftig um authentische Gastfreundschaft, weltoffene Regionalität, nachhaltige Entwicklung und faire Kooperation gehen. Die Tourismusbetriebe sollen sich künftig noch stärker als „wesentliche Gestalter des Lebensraums“ etablieren. Der Fokus liegt auf einem Ausbau des touristischen Qualitätsangebots vor allem im Sinne des Ganzjahrestourismus.

“Erkennt Herausforderungen”

Auch die Vertreter der Opposition zeigten sich mit dem Strategieprozess und dessen Ergebnis zufrieden. „Die neue Tourismusstrategie 2030 erkennt die aktuellen Herausforderungen und Chancen für einen nachhaltigen, zukunftsfitten Tourismus“, meinte etwa Neos-Klubobfrau Sabine Scheffknecht. FPÖ-Bereichssprecher Hubert Kinz betonte, dass mit der Strategie der Tourismusfahrplan an die neuen Gegebenheiten der Zeit angepasst werde. „Es ist dies ein lebender Prozess, der laufender Bearbeitung bedarf“, betonte der Freiheitliche.

WKV: Gibt Rückenwind

Rückenwind. Markus Kegele, Tourismus-Spartenobmann in der Wirtschaftskammer, zeigte sich erfreut über die politische Resonanz. Denn die Unterstützung über alle Parteigrenzen hinweg gebe der Tourismus­strategie „einen starken legitimierten Rückenwind“. 2012 war das bislang gültige Papier von der Sparte ausgearbeitet worden. Dieses wurde nun eineinhalb Jahre lang überarbeitet und angepasst.