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Vorbestrafter fälschte sein Leumundszeugnis

01.06.2022 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Angeklagter soll auch bei Kündigung des Mietvertrages gefälscht haben. <span class="copyright">Symbolbild Shutterstock</span>
Angeklagter soll auch bei Kündigung des Mietvertrages gefälscht haben. Symbolbild Shutterstock

Zudem fälschte Angeklagter laut Urteil Unterschrift seiner Ex-Partnerin bei Kündigung des Mietvertrags.

Wegen Fälschung besonders geschützter Urkunden und Urkundenfälschung wurde der mit einer Vorstrafe belastete Angeklagte in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch zu einer Geldstrafe von 960 Euro (240 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt.
Als Beitragstäterin zur Fälschung besonders geschützter Urkunden wurde über seine Ex-Lebensgefährtin, die ebenfalls eine Vorstrafe hat, eine Geldstrafe von 480 Euro (120 Tagessätze à 4 Euro) verhängt. Keines der milden Urteile ist rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre zwei Jahre Gefängnis gewesen. Seine Geldstrafe entspricht umgerechnet vier Monaten Haft, ihre zwei Haftmonaten.
Der Erstangeklagte gab zu, dass er sein Leumundszeugnis gefälscht hat. Damit wollte der 30-Jährige bei der Suche nach Arbeit seine Vorstrafe vertuschen. Seine damalige Lebensgefährtin besorgte ihm ihre Strafregisterbescheinigung, die seinerzeit noch leer war. Dort setzte er seinen Namen ein.

Aussichtslose Situation

Er habe sich in einer aussichtslosen Situation befunden, sagte der 31-Jährige. Wegen seiner Vorstrafe seien mehrere Stellenbewerbungen erfolglos geblieben. Er habe aber ein Arbeitseinkommen benötigt, um seine Familie ernähren zu können und seine Schulden in den Griff zu bekommen.
Nach Ansicht des Strafrichters hat der Serbe zudem nach der Auflösung der Lebensgemeinschaft die Unterschrift seiner Ex-Lebensgefährtin bei der Kündigung des Mietvertrags für die gemeinsame Wohnung gefälscht. Dazu gab der Serbe an, er sei nicht schuldig. Aber der Strafrichter war von seiner Schuld überzeugt. Zumal ihre angebliche Unterschrift auf dem Kündigungsschreiben von ihrer sonst üblichen abgewichen sei.
Nur um seine Ruhe zu haben, wollte der Erstangeklagte, der den Tatvorwurf bestritt, sich letztlich doch auch zur Unterschriftenfälschung schuldig bekennen. „Nein, das machen Sie nicht“, sagte dazu der Richter.

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