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Optimismus im Hinblick auf den Sommer

02.06.2022 • 21:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mountainbiken wird immer beliebter – das kommt heimischen Tourismusregionen zugute. <span class="copyright">Sebastian Stiphout - Bregenzerwald Tourismus</span>.
Mountainbiken wird immer beliebter – das kommt heimischen Tourismusregionen zugute. Sebastian Stiphout - Bregenzerwald Tourismus.

In Hinblick auf die Sommersaison schaut es derzeit recht gut aus, heißt es aus den Tourismusregionen.

Die vergangene Wintersaison – es war bereits das zweite Pandemiejahr – brachte hierzulande im Tourismus ein halbwegs akzeptables Ergebnis. Nun steht die Sommersaison vor der Tür, und die diesbezügliche Buchungslage schaut nicht so schlecht aus, wie ein Rundruf in einigen Tourismusregionen des Landes ergibt. Coronabedingte Einschränkungen gibt es derzeit so gut wie keine mehr, und viele Menschen scheinen große Lust auf Urlaub zu haben – trotz steigender Preise und angespannter Weltlage. Zudem haben Aktivitäten wie Wandern und Mountainbiken zuletzt ziemlich an Auftrieb gewonnen – und das kommmt heimischen Tourismusregionen durchaus entgegen.

„Im Moment sind wir sehr zufrieden, es schaut sehr gut aus“, sagt Elmar Müller vom Kleinwalsertal Tourismus. Man merke aber, dass die Buchungen kurzfristiger kommen. Das ist ein Trend, der zwar schon seit Jahren feststellbar ist, durch die Pandemie aber noch verstärkt wurde, stellt der Experte fest.

Elmar Müller von Kleinwalsertal Tourismus.    <span class="copyright">Kleinwalsertal Tourismus</span>
Elmar Müller von Kleinwalsertal Tourismus. Kleinwalsertal Tourismus

Das Wegfallen der pandemiebedingten Maßnahmen spielt nach Ansicht von Müller keine gar so große Rolle: „Ich hatte das Gefühl, dass die Gäste, die letztes Jahr da waren, die Sicherheitskonzepte durchaus geschätzt haben.“ Schwieriger sei es bei Einschränkungen bei der Einreise, nicht aber bei einer Maskenpflicht in den Betrieben, so die Erfahrungen. Er sehe auch jetzt noch Gäste, die in den Bussen Maske tragen würden.

Urlaub in der Nähe

Im Kleinwalsertal mit seinem 85-prozentigen Anteil an deutschen Gästen sind auch die vergangenen zwei Sommersaisonen – nach Startschwierigkeiten – sehr gut gelaufen. Ähnliches erwartet sich Müller auch heuer, trotz der angespannten weltpolitischen Situation. „Ich glaube, dass die Gäste deswegen unter Umständen eher in der Nähe bleiben, damit sie eventuell schnell wieder nach Hause können“, so die Einschätzung des Touristikers. Damit sei man als Urlaubsregion für viele interessant.

„Man merkt aber auch, dass die Leute weniger Geld haben“, so Müller weiter. Viele hätten einen Urlaub aber dringend nötig, und daher würde dort oft zuletzt gespart. Allerdings müssen die Preise in den Betrieben angehoben werden, angesichts der massiv gestiegenen Kosten sei das „anders nicht mehr darstellbar“, so der Tourismusexperte.

Auch Wandern liegt stark im Trend.  <span class="copyright">Daniel Zangerl</span>
Auch Wandern liegt stark im Trend. Daniel Zangerl

Positiv schaut man auch in Lech-Zürs in die kommende Sommersaison. Genaue Zahlen über die Buchungslage gebe es derzeit nicht, heißt es vom dortigen Tourismusbüro. Man erwarte allerdings eine ähnliche Auslastung wie in den beiden vergangenen Sommersaisonen 2020 und 2021 – und die sind sehr gut gelaufen.

Ähnlich klingt es aus dem Montafon: „Die Buchungslage beziehungsweise die Aussichten für den Sommer sind aktuell eigentlich wieder auf ‚Normalniveau‘“. Die Buchungen und Anfragen würden jedoch immer kurzfristiger eintreffen, „das merken wir“, heißt es auch aus dem Süden des Landes. Die Montafoner Bergbahnen würden aber in den Startlöchern stehen und das BergePlus-Programm für den Sommer starte ebenfalls bald, zeigt man sich gut gerüstet für die Saison.

Gute Nachfrage

Im Bregenzerwald war die Buchungslage über die Feiertage Ende Mai gut, informiert Cornelia Kriegner von Bregenzerwald Tourismus. Dasselbe könne man auch über den Juni sagen. Allerdings werde weiterhin extrem kurzfristig gebucht, merkt auch sie an. Im Hinblick auf die kommenden Sommermonate werde aktuell aber eine gute Nachfrage verzeichnet, so Kriegner weiter. Und: „Dies stimmt uns optimistisch.“

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