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Große Unterschiede bei Wartezeiten für MRT

03.06.2022 • 18:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das MRT in Dornbirn ist nur zu Dreiviertel ausgelastet.<span class="copyright">Stadt Dornbirn</span>
Das MRT in Dornbirn ist nur zu Dreiviertel ausgelastet.Stadt Dornbirn

Während MRT in Laboren überlastet sind stehen sie in Spitälern still.

Die Wartezeiten für Magnet­resonanztomographien (MRT) sind in Vorarlberg lang – zumindest in den meisten Fällen. Wer eine akute Behandlung braucht, bekommt in den Spitälern auch sofort einen Termin, für alle anderen gilt es, wochenlang zu warten.

Für planbare Untersuchungen, etwa von Herz oder Prostata, die außerhalb der Spitäler nicht angeboten werden können, beträgt die Wartezeit in den Landesspitälern „einige Wochen“, im Stadtspital Dornbirn drei bis vier Wochen – das hat die Beantwortung einer Anfrage des Landtagsabgeordneten Johannes Gasser (Neos) durch Landesrätin Martina Rüscher (ÖVP) ergeben.

Verträge nicht eingehalten

Die ÖGK-Verträge mit den MRT-Laboren in den vier Bezirkshauptstädten sehen eigentlich vor, „dass Versicherten maximal binnen 20 Arbeitstagen (Montag bis Freitag) ein Untersuchungstermin in den Vertragsambulatorien angeboten wird“.
Aktuell beträgt die Wartezeit in Bludenz allerdings sechs Wochen, in Feldkirch fünf bis sechs Wochen in Bregenz neun Wochen und in Dornbirn sogar neun bis elf Wochen – womit die Wartezeiten zum Teil mehr als doppelt so hoch ausfallen, als vertraglich vorgesehen.
Laut Land werde „aktuell an Maßnahmen zur Frequenzdämpfung und somit zur Reduktion der Wartezeit gearbeitet“.

Kapazitäten an Spitälern

Tatsächlich gäbe es jedoch freie Kapazitäten am Dornbirner Spital. Dort wurde das MRT im Jahr 2020 nur zu 59 Prozent ausgelastet, im Vorjahr waren es 72 Prozent. Auch in Rankweil weist das Spitals-MRT für die Jahre 2020 und 2021 nur eine 80-prozentige Auslastun auf.
„Es kann nicht sein, dass Vorarlberger bis zu elf Wochen auf MRT-Untersuchungen warten müssen, während Geräte in den heimischen Krankenhäusern stillstehen“, bemängelt Gasser. Man müsse die Kapazitäten besser verteilen und die Assistenzkräfte in der Radiologie entlasten.

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