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Anklage: 450 Kilo Rauschgift verkauft

04.06.2022 • 18:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Anklage ist beim Landesgericht eingegangen. <span class="copyright">Hartinger</span>
Die Anklage ist beim Landesgericht eingegangen. Hartinger

Es handelt sich um bislang größten Suchtgiftstrafverfahren in Vorarlberg.

Es handelt sich um eines der bislang größten Suchtgiftstrafverfahren in Vorarlberg. In ihrer Anklageschrift macht die Staatsanwaltschaft Feldkirch einen 38-jährigen Serben für den Schmuggel und Verkauf von rund 450 Kilogramm Rauschgift im Wert von mehr als zehn Millionen Euro verantwortlich.

Wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitteilte, wird dem Angeklagten der Schmuggel und Verkauf von circa 103 Kilogramm Kokain, rund 60 Kilo Heroin und etwa 291 kg Marihuana zur Last gelegt. Darüber hinaus wird ihm nach Angaben der Anklagebehörde versuchter Schmuggel von weiteren rund 13 Kilogramm Kokain vorgeworfen.

Noch nicht rechtswirksam

Die Anklage sei beim Landesgericht Feldkirch eingegangen, bestätigte Gerichtssprecher Norbert Stütler. Die Anklage sei noch nicht rechtswirksam und könne noch beim Oberlandesgericht Innsbruck beeinsprucht werden. Deshalb liege auch noch kein Verhandlungstermin vor. Sollte die Anklage rechtswirksam werden, würde der Schöffenprozess am Landesgericht unter dem Vorsitz von Richter Christoph Stadler stattfinden.

Andere angestiftet

In der Anklageschrift werde der Angeklagte als Bestimmungstäter bezeichnet, berichtete Stütler.  Demnach soll er andere für die Taten angestiftet, selbst aber Drogen weder geschmuggelt noch verkauft haben. Der Angeklagte werde in der Anklage als Mitglied einer international tätigen serbisch-bosnischen Tätergruppe beschrieben, so Stütler. Die Anklageschrift beinhalte 19 Anklagepunkte mit verschiedenen Drogenmengen. Angeklagt sei das Verbrechen des Suchtgifthandels mit einer mehr als 25-fachen Überschreitung der Grenzmenge.

Dafür sieht das Strafgesetzbuch für den Fall einer Verurteilung im Sinne der Anklage 1 bis 15 Jahre Gefängnis vor. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. Im Ermittlungsverfahren habe der Angeklagte keine Angaben gemacht, entnimmt Stütler der Anklageschrift. Angeführt werde eine serbische Vorstrafe.

In Untersuchungshaft

Der Angeklagte befindet sich in der Justizanstalt Feldkirch in Untersuchungshaft. Im Gefängnis wurde der Serbe am vergangenen Freitag 38 Jahre alt. Auf die Spur kam ihm die Polizei dem Vernehmen nach über die Software, mit der er mit Mittätern kommuniziert hat.

Anhängig ist bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch ein weiteres großes Drogenverfahren. Dazu liegt noch keine Anklage vor.

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