Allgemein

Zima steigt aus Holzbau-Joint-Venture aus

07.06.2022 • 18:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das pure-livin-Projekt in Schruns wurde für die Alpenländische umgesetzt.   <span class="copyright">Pure Livin</span>
Das pure-livin-Projekt in Schruns wurde für die Alpenländische umgesetzt. Pure Livin

Der Projektentwickler hat seine Anteile an den bisherigen Joint Venture-Partner Kaufmann Bausysteme verkauft.

Der Dornbirner Immobilien- und Projektentwickler Zima hat sich aus dem zusammen mit der Kaufmann Bausysteme GmbH in Reuthe gegründeten Joint Venture pure livin GmbH zurückgezogen. Im Zuge dessen hat Kaufmann Bausysteme sämtliche Anteile an dem jungen Unternehmen übernommen. Das haben Recherchen ergeben.

Das Joint Venture pure livin wurde wie berichtet im Jahr 2018 gegründet. Das Unternehmen konzentriert sich auf Entwicklung, Produktion und Errichtung von mehrgeschossigen Wohnbauten in modularer Holzbauweise. Dabei haben die von ihrem Geschäftsmodell her betrachtet unterschiedlichen Partner – Zima ist Projektentwickler und Kaufmann ein Holzbauunternehmen – ihr jeweiliges Know-how zu dem Thema „Industrialisierbarkeit des Wohnbaus“ eingebracht.

Umgesetzte Projekte

„In den vergangenen vier Jahren, als es darum ging, die Umsetzbarkeit dieser Bauweise zu entwickeln und zu beweisen, hat sich das gemeinsame Unternehmen als wichtig erwiesen“, so Zima-Pressesprecher Markus Hämmerle auf Anfrage. Zwischenzeitlich seien in Judenburg, Schruns, Tettnang (D) und in Langenegg vier pure-livin-Projekte umgesetzt worden. Zudem laufe ein Bauprojekt im Montafon, konkret ein Mitarbeiterwohnhaus für illwerke vkw in Latschau.

Allerdings habe man jetzt erkannt, dass dieses Joint Venture nach der Entwicklungsphase nicht mehr zwingend notwendig sei, um die pure-livin-Technik bei Wohnbauprojekten anzuwenden, sagte Hämmerle. Dazu komme die bedingt durch das jeweilige Geschäftsmodell unterschiedliche Schwerpunktsetzung der beiden Firmen im Alltagsgeschäft. Deshalb habe sich Zima dazu entschieden, aus dem Joint Venture auszusteigen.

Weitere Zusammenarbeit

Der Ausstieg bringe beiden Seiten wieder mehr Unabhängigkeit und Flexibilität, wenn es darum gehe, welche Bauweise man bei verschiedenen Wohnbauprojekten zur Anwendung bringe oder was vom Kunden gewünscht werde, so Hämmerle. Zima und pure livin würden also auch weiterhin zusammenarbeiten, jetzt allerdings auf einer weniger gebundenen Basis. Günther Bitschnau/wpa

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.