Allgemein

Anklage: Kleinkind mit
Ledergürtel geschlagen

08.06.2022 • 20:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">HARTINGER</span>
HARTINGER

Unbescholtener 27-Jähriger bestreitet häusliche Gewalt gegen gleichaltrige Lebensgefährtin und kleine Tochter.

Opfer von häuslicher Gewalt wurden nach Darstellung der Staatsanwaltschaft Feldkirch zwischen 2015 und 2018 die damalige Lebensgefährtin des Angeklagten und zweimal auch das gemeinsame kleine Kind. Fortgesetzte Gewaltausübung gegen seine Freundin und Körperverletzung an seiner Tochter werden dem 27-Jährigen im Strafantrag vorgeworfen.


Der Strafrahmen beträgt für den Fall eines Schuldspruchs bis zu drei Jahre Gefängnis. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. Im Strafprozess am Landesgericht Feldkirch erging am Mittwoch auch in der zweiten, fünfeinhalbstündigen Verhandlung noch kein Urteil. Richterin Magdalena Rafolt vertagte die Verhandlung zur weiteren Befragung der 27-jährigen Ex-Freundin des Angeklagten auf Ende Juli. Der Verteidiger kündigte auf 24 Seiten festgehaltene Fragen für die Belastungszeugin an.

Vorwürfe

Dem Tiroler Profisportler wird zur Last gelegt, er habe zwischen 2015 und Mai 2018 seine damalige Lebensgefährtin des Öfteren verletzt, misshandelt und genötigt. Demnach soll er sie phasenweise sogar wöchentlich geschlagen haben. 2017 soll er seiner schwangeren Freundin einen Tritt gegen den Bauch versetzt haben. Sollte sie ihn anzeigen, werde er sie umbringen, soll er ihr gedroht haben. Bei einem anderen Vorfall, so Staatsanwältin Julia Berchtold, habe der Angeklagte seiner schwangeren Partnerin eine gefüllte Plastikflasche gegen den Bauch geschlagen. Des Weiteren habe er ihr mit einem Faustschlag einen Zahn ausgeschlagen und sie mit einem geworfenen Dartpfeil leicht verletzt.

Mit Ledergürtel geschlagen

Im April 2018 soll der Angeklagte seine Lebensgefährtin mit einem Ledergürtel geschlagen haben. Dabei soll er auch seine damals drei Monate alte Tochter im Arm der Kindesmutter getroffen und leicht verletzt haben. Ein anderes Mal habe der Angeklagte im Zorn den Controller seiner Playstation durch die Luft geworfen und dabei beinahe das Baby getroffen haben, gab die Zeugin zu Protokoll.
Der unbescholtene Angeklagte sagte, er sei nicht schuldig. Er habe keine der ihm angelasteten Taten begangen. Mit seiner Ex-Freundin habe er sich nur verbal gestritten.

5000 Euro Schmerzengeld

Zwischen 2016 und 2018 lebte das Tiroler Paar in Vorarlberg, weil der angeklagte Berufssportler bei einem Vorarlberger Profiverein unter Vertrag stand. Die 27-jährige Frau, bei der das gemeinsame Kind lebt, fordert vom Angeklagten als Teilschmerzengeld 5000 Euro.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.