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Keine Aufnahmetests fürs mehr Gymnasium geplant

14.06.2022 • 19:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) beantwortete eine Anfrage von Manuela Auer (SPÖ).<br><span class="copyright">Hartinger</span>
Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) beantwortete eine Anfrage von Manuela Auer (SPÖ).
Hartinger

Landesstatthalterin Schöbi-Fink betont, dass die Pläne für einheitliche Schularbeiten nie umgesetzt wurden.

Nachdem Ende Mai bekanntgeworden war, dass die Bildungsdirektion einheitliche Aufnahmeschularbeiten für die Gymnasien geplant hatte, gingen die Wogen in Vorarlberg hoch. Die SPÖ-Abgeordnete Manuela Auer stellte daraufhin eine Anfrage an die für Schulen zuständige Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink, deren Beantwortung nun vom Landtag veröffentlicht wurde.

Eine Idee

Die Bildungsdirektion habe im April eine Arbeitsgruppe einberufen, die sich mit dem Übergang von der Volksschule in die AHS-Unterstufe beschäftigen sollte. „Ziel war es, verschiedene Maßnahmen zu diskutieren, um die Drucksituation an dieser Schnittstelle zu entschärfen.“ Im Zuge dessen seien auch „Überlegungen zu einer Schularbeit in Mathematik und Deutsch in der 4. Schulstufe mit einheitlichen Aufgaben angestellt“ worden, heißt es in der Anfragebeantwortung.
Probeweise habe man eine solche Schularbeit an mehreren Schulen ausgeben wollen, ohne dass diese als Aufnahmetest hätte gelten sollen: „Die Schularbeit war als Pilotprojekt an den Volksschulen in Bregenz, Dornbirn und Lustenau und die Teilnahme der Schulen auf freiwilliger Basis angedacht. Von einer Aufnahmeprüfung kann in diesem Zusammenhang nicht die Rede sein, da die bundesrechtliche Grundlage dafür gar nicht gegeben ist“, so Schöbi Fink.

Es habe sich aber nach Gesprächen mit den Direktoren „rasch herausgestellt, dass sich Bedenken und schwieriger zu lösende Fragen zu einer solchen Schularbeit ergeben“, worauf man davon Abstand genommen hätte. Eine Einladung an die Lehrer, am Projekt mitzuwirken, sei gar nicht erst ergangen. Dass sie über die Überlegungen nicht vorab informiert wurde, stört die zuständige Landesrätin nicht: „Dabei liegt es mir fern, Denkverbote für interne Gespräche aufzustellen. Nachdem die Idee einer gemeinsamen Schularbeit schnell wieder verworfen wurde, war es nicht nötig, mich vorab in diese Überlegungen einzubinden.“
Weitere Pläne für ähnliche Projekte gebe es in der Bildungsdirektion jedenfalls nicht, wie die Landesstatthalterin betont: „Es werden keine weiteren Auslesekriterien eingeführt.“