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Corona-Viruslast im Abwasser steigt deutlich

17.06.2022 • 14:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Umweltinstitut überprüft regelmäßig das Abwasser. <span class="copyright">Hartinger</span>
Das Umweltinstitut überprüft regelmäßig das Abwasser. Hartinger

Die Corona-Sommerwelle macht sich auch in Vorarlberg bemerkbar.

Das Umweltinstitut des Landes prüft die Abwässer der Verbände in Bregenz, Dornbirn, Hofsteig, Hohenems, Ludesch und Meiningen regelmäßig auf die Konzentration von Sars-CoV-2-Viren, die die Covid-19-Erkrankung auslösen.

Dabei zeigt sich, dass die Last in den letzten Tagen schneller angestiegen ist als die offizielle Inzidenz. Diese speist sich aus den gemeldeten Fällen, während mit dem Abwasser naturgemäß auch jene gemessen werden, die keinen Corona-Test machen und sich nicht bei den Behörden melden. Auch wenn es in den Rohdaten immer wieder zu Ausreißern kommen kann, ist der Anstieg nun seit Tagen konstant.

Steigende Werte

Der Virustiter im Abwasser hat den höchsten Wert seit Ende April erreicht. Ein ähnliches Bild zeigt sich aktuell auch in der benachbarten Schweiz. Die übrigen österreichischen Bundesländer erheben die Viruslast im Abwasser entweder nicht, oder veröffentlichen keine Daten.

Die Viruslast im Abwasser (orange) zeigt einen stärkeren Anstieg als die Inzidenz (grün). <span class="copyright">Land</span>
Die Viruslast im Abwasser (orange) zeigt einen stärkeren Anstieg als die Inzidenz (grün). Land

Der Forschungsansatz zum Monitoring des Abwassers in Vorarlberg wurde im Rahmen einer Kooperation mit dem Institut für Mikrobiologie der Universität Innsbruck verwirklicht. Die Daten können auch im Sinne eines Frühwarnsystems verendet werden. Das Umlegen der Viruslast auf Einzelpersonen ist laut Umweltinstitut durch Berechnungen möglich: „Die Virenlast im Abwasser wird auch durch zahlreiche Faktoren beeinflusst, etwa durch die Einleitung von Betriebsabwasser oder Niederschlagswasser. Da aber statistisch gesehen jeder Mensch einen charakteristischen Beitrag an Ammonium oder organischem Kohlenstoff ins Abwasser einleitet, ist eine Rückrechnung mit den zeitgleich gemessenen Referenzparametern auf die Virenlast in der Bevölkerung im Einzugsgebiet einer Kläranlage möglich.“ Die aktuellen Zahlen können auf der Webseite des Landes abgerufen werden.

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