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Bestes Ergebnis in der Firmengeschichte

20.06.2022 • 21:06 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bestes Ergebnis in der Firmengeschichte
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Dorner Electronic konnte Geschäftsjahr 2020 noch einmal toppen.

Die Dorner Electronic GmbH hat im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 12,1 Millionen Euro erzielt. Das ist ein Plus von vier Prozent gegenüber 2020, wie der geschäftsführende Gesellschafter Michael Jäger im wpa-Gespräch erklärte. „Schon das Jahr 2020 ist für uns nach einem sehr kurzen Einbruch gut gelaufen. Im Vorjahr konnten wir das Geschäftsvolumen jedoch noch einmal steigern.“ So habe man 2021 auch auf der Ertragsseite das „beste Ergebnis in der Firmengeschichte“ erzielt.

Michael Jäger, Geschäftsführer Dorner Electronic
Michael Jäger, Geschäftsführer Dorner Electronic

„Schon das Jahr 2020 ist für uns nach einem kurzen Einbruch gut gelaufen.“

Michael Jäger, Geschäftsführer

Verantwortlich dafür sei die international bislang boomende Bauwirtschaft auf allen Märkten, wo das Bregenzerwälder Familienunternehmen tätig ist. Dazu gehören die DACH-Region als Kernmarkt, aber auch viele andere EU-Länder gleich wie Australien und Neuseeland. Von deren Entwicklung könne Dorner Electronic mit seinen Automatisierungslösungen und Softwareprodukten für Betonhersteller profitieren.

Kein weiteres Wachstum 2022

Im ersten Halbjahr 2022 habe man den Umsatz zwar wie budgetiert um fünf Prozent gesteigert. Allerdings geht Jäger davon aus, dass Dorner Electronic im Geschäftsjahr 2022 kein weiteres Wachstum erzielen, sondern konstant auf dem Niveau von 2021 bleiben werde. Das hänge damit zusammen, dass es erste Anzeichen für eine zumindest gewisse Abkühlung der internationalen Baubranche gebe. So bemerke man etwa bei großen Konzernen „zögerliche Entscheidungen“ sowie das Verschieben von diversen Infrastrukturprojekten. Dementsprechend vorsichtig seien auch die Erwartungen für 2023.

Digitalisierung

Allerdings müsse eine Abkühlung der Bauwirtschaft bei Dorner Electronic nicht zwangsläufig zu einem Umsatzrückgang führen, erklärt Jäger. Denn das Unternehmen setze auch stark auf die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. So sei man etwa an einem Forschungsprojekt zum Recycling von Abbruch-Beton unter Einsatz von KI-Technologie (Künstliche Intelligenz) beteiligt. Hier könnte es in Zukunft mitunter auch stärkere Wachstumsimpulse für Dorner Electronic geben, so Jägers vorsichtige Prognose. Ein möglicher Gradmesser dafür seien die Fachgespräche auf der kommenden Baufachmesse BAUMA in München im Herbst 2022.

Die Störung der internationalen Lieferketten nicht nur bei Elektronik-Komponenten betrifft auch das Unternehmen in Egg. Allerdings habe man deshalb schon vor mehr als einem Jahr mit einer massiven Aufstockung der Lagerbestände begonnen. Mittlerweile habe man den Bedarf an Standardkomponenten eines Dreivierteljahres auf Lager liegen. „Das gibt uns eine gewisse Planungs- und Versorgungssicherheit“, so Michael Jäger. Mitunter müsse man bei bestimmten Komponenten nämlich mit bis zu elf Monaten Lieferzeit rechnen. Wie andere Vorarlberger Unternehmer und Manager auch betont Jäger, dass dieses Lieferketten-Thema nicht mit dem Krieg in der Ukraine zusammenhänge, sondern vielmehr mit den Auswirkungen der internationalen Corona-Maßnahmen.

Dritte Generation

Bei Dorner Electronic hat unterdessen mit Kilian Dorner (Jg. 1993), dem Sohn von Andreas Dorner, die dritte Generation die operative Tätigkeit aufgenommen. So sei Kilian Dorner seit 1. Jänner 2022 im Unternehmen tätig und habe seit Mai die Funktion des Vertriebsleiters inne. Alleiniger Geschäftsführer ist unverändert Michael Jäger. Das Unternehmen gehört mit großer Mehrheit Andreas Dorner. Minderheitsanteile halten Michael Jäger und Kilian Dorner.

Dorner Electronic beschäftigt um die 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat zu Jahresbeginn 2022 eine neue Vertriebsniederlassung in Neuseeland eröffnet. Bereits 2018 wurde eine solche Niederlassung in Australien in Betrieb genommen.

wpa/Günther Bitschnau