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Dornbirn: Stadt sucht Standort für Badesee

22.06.2022 • 18:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Jannersee in Lauterach. <span class="copyright">Stadt Dornbirn</span>
Der Jannersee in Lauterach. Stadt Dornbirn

Mit einem Naherholungsgebiet in der Größenordnung des Jannersees in Lauterach will die Dornbirner Bürgermeis­terin „die Natur in die Stadt holen“

“Ein frei zugänglicher, mit dem Rad gut erreichbarer, familienfreundlicher Badesee in Dornbirn – wie würde euch das gefallen?“, fragte die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann am Dienstagabend auf ihrem Facebook-Profil in die Runde – und erhielt dafür rund 50 durchwegs positive Kommentare und mehr als 170 Likes. Tags darauf hieß es dann in einer offiziellen Presseaussendung, dass man die Verwaltung beauftragt habe, einen Standort für einen solchen See zu suchen und zu prüfen.

Laut Kaufmann soll das neue Naherholungsgebiet eine Fläche von 45.000 Quadratmetern aufweisen – eine Größe, die in etwa mit jener des Jannersees in Lauterach vergleichbar ist. Der genau Standort und erste Bodenuntersuchungen sollen noch heuer vorliegen. Umgesetzt werden könnte ein solches Projekt in rund zwei Jahren, verspricht Kaufmann. „Wir möchten den Dornbirnern ein neues und gut erreichbares Naherholungsgebiet anbieten und gleichzeitig einen neuen Naturraum schaffen.“ Zu den erwarteten Kosten machte das Stadtoberhaupt keine Angaben.

Klimabilanz

Neben dem Waldbad Enz und dem Stadtbad (Hallenbad) sind die Gumpen in der Dornbirner Ach und den Gebirgsbächen die einzigen Bereiche, in denen die Bewohner der Messestadt baden können. Ein zusätzliches Angebot für eine wachsende Stadt wie Dornbirn sei wichtig, meint Kaufmann. Dabei geht es ihr sowohl um die Freizeitnutzung als auch um die Verbesserung der Klimabilanz. „Mit diesem Projekt wollen wir mehr Natur in die Stadt bringen. Wasser, Bäume, Sträucher bieten Erholung aber auch Platz für mehr Biodiversität“, erörtert die Bürgermeisterin.

Untersuchung

Derzeit werden zwei mögliche Standorte untersucht. Beide befinden sich im Nahbereich der Dornbirner Ache. Ein Standort auf einem Schwemmgebiet des Flusses wäre die beste Voraussetzung für eine rasche und kostengünstige Umsetzung, heißt es. Sobald die ersten Ergebnisse vorliegen, werde man diese auch konkret kommunizieren, so Kaufmann, Sie zeigt sich erfreut, dass „diese Idee, die ich schon seit einiger Zeit in mir trage, einen wichtigen Schritt weiterkommt“. Der Badesee, so Kaufmann, könnte ein großer Gewinn für die Lebensqualität in Dornbirn werden.

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