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Geldwäscheprozess um Hehlerei von Diebesgut

23.06.2022 • 21:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Urteil wurde noch nicht gesprochen. <span class="copyright">Symbolbild Shutterstock</span>
Das Urteil wurde noch nicht gesprochen. Symbolbild Shutterstock

Verhandlung vertagt: Rumäne soll an Verkauf von gestohlenem Kupfer mitgewirkt haben.

Wegen Geldwäscherei, Hehlerei und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung hat die Staatsanwaltschaft Feldkirch den in Dornbirn lebenden Rumänen angeklagt. Im Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch wurde am Donnerstag noch kein Urteil gesprochen. Die Verhandlung wurde zur Befragung von Zeugen auf August vertagt. Für den Fall eines Schuldspruchs beträgt der Strafrahmen ein bis zehn Jahre Gefängnis. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

Vorwürfe

Was dem 52-jährigen Untersuchungshäftling vorgeworfen wird, erläuterte Staatsanwalt Manfred Melchhammer so: In der Nacht auf 8. April habe eine Bande in der Schweiz bei einer Firma Kupfer im Wert von 55.000 Euro gestohlen. Das Diebesgut sei mit einem entwendeten Transportfahrzeug zu einem Käufer nach Vorarl­berg gebracht worden. Beim Ausladen im Bezirk Feldkirch und dem anschließenden Abstellen des geklauten Fahrzeugs habe der Angeklagte rund eineinhalb Stunden lang geholfen und dafür 200 Euro erhalten. Der Angeklagte habe gewusst, dass es sich um Diebesgut handelt und er mit seinem Mitwirken eine kriminelle Organisation unterstützt.

Habe nichts von Diebstahl gewusst

Der mit zwei Vorstrafen in Italien und Griechenland belastete Angeklagte sagte, er sei nicht schuldig. Verteidiger Stefan Denifl beantragte einen Freispruch. Sein Mandant gab zu Protokoll, er habe nicht gewusst, dass er gestohlene Metalle ausgeladen habe. Ihm sei gesagt worden, das Kupfer sei um drei Euro pro Kilogramm gekauft worden und werde nun weiterverkauft. Der Angeklagte zog sich den Unmut des Gerichts zu, weil er viele Fragen ausweichend beantwortete.
In der nächsten Verhandlung sollen auch zwei beschuldigte Hauptverdächtige als Zeugen aussagen. Einer von ihnen befindet sich bereits in Rumänien in Auslieferungshaft. Den anderen Rumänen vermutet der Staatsanwalt in England. Bei ihm handelt es sich um den Cousin der Lebensgefährtin des Angeklagten.