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Drogen aus Darknet: Zwei Jahre Gefängnis

27.06.2022 • 14:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der 34-Jährige soll Amphetamin und Marihuana verkauft haben. <span class="copyright">Symbolbild dpa/Patrick Pleul</span>
Der 34-Jährige soll Amphetamin und Marihuana verkauft haben. Symbolbild dpa/Patrick Pleul

Vorbestrafter bestellte drei Kilo Amphetamin und verkauft Drogen.

Nach Überzeugung der Richter hat der 34-Jährige aus dem Bezirk Feldkirch übers Darknet in den Niederlanden drei Kilogramm Amphetamin bestellt sowie in Vorarlberg 100 Gramm Amphetamin und 70 Gramm Marihuana verkauft.
Dafür wurde der mit einer Vorstrafe belastete Angeklagte rechtskräftig zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Der Strafrahmen für das Verbrechen des Suchtgifthandels betrug ein bis zehn Jahre Gefängnis. Der Schuldspruch erfolgte auch wegen der Vergehen des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften. Wegen der großen Drogenmenge ist keine Drogentherapie möglich, die die Haftstrafe ersetzt.

Das im November 2021 ergangene Urteil des Feldkircher Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Christoph Stadler wurde in zweiter Instanz bestätigt. Zuerst wies der Oberste Gerichtshof (OGH) im April die Nichtigkeitsbeschwerde des die meisten Vorwürfe bestreitenden Angeklagten zurück. Nun gab das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) den Strafberufungen des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft keine Folge. Das teilte auf Anfrage OLG-Sprecher Wigbert Zimmermann mit.

Glaubwürdiger Zeuge

Der Belastungszeuge sei glaubwürdig gewesen, sagte der Vorsitzende des Feldkircher Schöffensenats. Der sich auch selbst belastende Zeuge sagte, er habe im Auftrag des Angeklagten drei Kilo Amphetamin im Darknet in den Niederlanden bestellt. Der Angeklagte habe dafür das Geld bereitgestellt und ihm eine Provision versprochen. Zudem habe er zuvor dem mit ihm befreundeten Angeklagten 100 Gramm Amphetamin abgekauft. Das an den Vorarl­berger Belastungszeugen adressierte Paket mit den drei Kilogramm Amphetamin wurde in Deutschland abgefangen.

Die Verteidigerin beantragte einen Freispruch vom bestellten und verkauften Amphetamin. Mit der Bestellung und dem Verkauf von Amphetamin habe er nichts zu tun, sagte der Angeklagte. Der Arbeitslose gab zu, dass er 70 Gramm Marihuana verkauft hatte.

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