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Patienten klagen nach Zahnbehandlungen

01.07.2022 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, er habe als Zahntechniker Behandlungen vorgenommen, für die er in Österreich nicht berechtigt gewesen wäre. <span class="copyright">Symbolbild Apa/Hochmuth</span>
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, er habe als Zahntechniker Behandlungen vorgenommen, für die er in Österreich nicht berechtigt gewesen wäre. Symbolbild Apa/Hochmuth

Kläger behaupten, Zahntechniker sei als Zahnarzt aufgetreten und habe Behandlungsfehler gemacht.

Patienten hätten wegen der Zahnbehandlungen tagtäglich Zahnschmerzen und Angst, nicht zu ihrem Schmerzengeld zu kommen, sagte der Klagsvertreter. Dazu sind am Landesgericht Feldkirch zwei Zivilprozesse anhängig und bei der Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren. Im Strafverfahren wurde eine Hausdurchsuchung vorgenommen.


Wegen des noch nicht abgeschlossenen Strafverfahrens sei derzeit keine Vergleichszahlung möglich, sagte der Beklagtenvertreter in der Verhandlung am Freitag in einem der Zivilprozesse. In dem Rechtsstreit fordere die klagende Patientin als Schadenersatz 59.000 und die Haftung des Beklagten für allfällige künftige weitere Schäden, teilte Gerichtssprecher Norbert Stütler mit. In der Klage werde behauptet, der Beklagte habe als Zahntechniker zahnärztliche Behandlungen bei der Patientin vorgenommen, für die er in Österreich gar nicht berechtigt gewesen sei. Dabei sei es um eine Prothese und um eine Sanierung gegangen. Dem Beklagten seien Behandlungsfehler unterlaufen.


Die Zivilrichterin beschloss am Freitag, ein zahnmedizinisches Gutachten erstellen zu lassen, und vertagte dafür die Verhandlung. Der Beklagtenvertreter beantragte die Abweisung der Klage, weil sein Mandant die ihm zur Last gelegten zahnärztlichen Behandlungen nicht vorgenommen habe.

Nicht erschienen

Im Jänner war ein Versäumungsurteil gegen den Beklagten ergangen, der zum Prozesstermin nicht erschienen war. Darin wurde er zu den in der Klage begehrten Zahlungen verpflichtet. Gegen das Versäumungsurteil legte der Beklagte mit der Behauptung Widerspruch ein, er habe keine Ladung zur Verhandlung erhalten. Der Anwalt des Beklagten zog am Freitag die Berufung gegen das Versäumungsurteil zurück. Daraufhin hob die Richterin das Versäumungsurteil auf. Damit konnte der Zivilprozess neu beginnen. Der andere Zivilprozess wurde bis zur Beendigung des Strafverfahrens unterbrochen.

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