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SPÖ fordert Gasmaßnahmen

05.07.2022 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Österreichs Gasspeicher füllen sich nur langsam.<br><span class="copyright">apa/schneider</span>
Österreichs Gasspeicher füllen sich nur langsam.
apa/schneider

SPÖ Vorarlberg spricht sich für „Masterplan Gas“ aus.

Nachdem die Industriellenvereinigung Vorarlberg davor warnte, dass ein Gaslieferstopp sich auf 28.000 Vorarlberger Jobs auswirken könnte (die NEUE berichtete), meldete sich gestern auch die SPÖ Vorarlberg zu dem Thema. Sie unterstütze den Vorschlag der Industriellenvereinigung nach einem „Masterplan Gas“ von der Bundesregierung. Es brauche sofort Maßnahmen für den kommenden Herbst und parallel den rascheren Umbau Richtung erneuerbarer Energien.

Martin Staudinger, SPÖ-Energiesprecher, fordert sofortige Maßnahmen von der Regierung. <span class="copyright">Hartinger</span>
Martin Staudinger, SPÖ-Energiesprecher, fordert sofortige Maßnahmen von der Regierung. Hartinger


Österreichs Gasspeicher füllen sich derzeit nur langsam. Neben den gedrosselten Gaslieferungen aus Russland als Reaktion auf die westlichen Wirtschaftssanktionen spielen in den kommenden Tagen auch Wartungsarbeiten an Nordstream 1 eine Rolle. Die Ostsee-Pipeline wird ab 11. Juli repariert, dies führt zu einer weiteren verminderten Gaslieferung.

Die Bundesregierung muss endlich ihre Verantwortung wahrnehmen.

Martin Staudinger, SPÖ-Energiesprecher

SPÖ-Energiesprecher Martin Staudinger hat angesichts der angespannten Lange Verständnis für die Bedenken der Wirtschafstreibenden im Land: „Wenn es wirklich zu einem Gasstopp kommen sollte, könnte das für viele Vorarlberger die Arbeitslosigkeit bedeuten. Es geht hier also nicht nur allein um die Frage. wie wir in Zukunft das Thema erneuerbare Energien lösen. Sondern auch darum, wie wir Menschen vor dem Jobverlust schützen.“

Mittelfristige Lösungen

Dass es nicht nur kurzfristige Lösungen, sondern einen mittelfristigen Masterplan brauche, liege somit auf der Hand, sagt Staudinger. Dies sei jedoch nicht allein Aufgabe der Betriebe, sondern müsse von der Politik getragen werden: „Wenn die Industrie selbstständig Möglichkeiten findet, um weg von Öl und Gas zu kommen, wie es etwa beim Reststoffkraftwerk von Rondo in Frastanz der Fall ist, dann ist das ein wichtiger Beitrag. Weil es in der Energiepolitik aber generell um einen Systemwechsel geht, muss hier die Bundesregierung endlich ihre Verantwortung wahrnehmen.“ Vor allem, weil die Zeit dränge, so der SPÖ-Energiesprecher. Er möchte deshalb, dass die Landesregierung sich gegenüber der Bundesregierung für die Umsetzung des Masterplans stark macht. „Die Fakten liegen auf dem Tisch. Jetzt sollte nicht länger gezögert werden“, so Staudinger.