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Polizeistationen im Kanton St. Gallen werden geschlossen

15.07.2022 • 15:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Von Juli bis Oktober werden zwei Polizeistationen geschlossen, fünf weitere arbeiten personell reduziert. <span class="copyright">Kantonspolizei St. Gallen</span>
Von Juli bis Oktober werden zwei Polizeistationen geschlossen, fünf weitere arbeiten personell reduziert. Kantonspolizei St. Gallen

Temporäre Schließung wegen personalintensiver Veranstaltungen und zunehmenden Einsätzen zur Regelung zwischenmenschlicher Probleme.

Die Kantonspolizei St. Gallen sieht sich gezwungen, zwei Polizeistationen ab Montag, 18. Juli, bis Montag, 24. Oktober, temporär zu schließen. Das teilte sie heute mit. Grund dafür sind Personalengpässe aufgrund personalintensiver Veranstaltungen und zunehmende Einsätze zur Regelung zwischenmenschlicher Probleme. „Mit diesen Maßnahmen stellt die Kantonspolizei jederzeit die Verfügbarkeit von polizeilichen Einsatzmitteln in diesen personalintensiven Zeiten bis nach den Herbstferien sicher“, hieß es auf der Website der Kantonspolizei St. Gallen.

Geschlossen werden die Polizeistationen Goldach und Wittenbach. Fünf andere werden personell reduziert geführt.

Internationale Konferenzen

Die Kantonspolizei St. Gallen musste in den vergangenen Monaten sehr viele Veranstaltungen, davon mehrere internationale Konferenzen (Weltwirtschaftsforum in Davos, Ukrainekonferenz in Lugano, Internationaler Währungsfonds in Bad Ragaz) begleiten. Während diesen Einsätzen wurde bereits eine Ferien- und Feiertagssperre verfügt. Die Überstunden können kaum mehr abgebaut werden.

Viel anspruchsvollere Einsätze

Einsätze im zwischenmenschlichen Bereich, die arbeitsintensiver geworden sind, betreffen private und öffentliche Feste und Veranstaltungen sowie Nachbarschaftsstreitigkeiten. Diese Veränderungen seien seit der Pandemie bemerkbar. Die Anzahl der Einsätze habe sich zwar nur unwesentlich verändert, sie seien jedoch viel anspruchsvoller geworden. „Sie gestalten sich zeit- und wegen zunehmender Aggressivität auch personalintensiver“, teilte die Kantonspolizei mit. Bei immer mehr Einsätzen müssen Fachspezialisten zur Beratung und Begleitung beigezogen werden. Wie sehr die Menschen in der aktuellen Situation belastet sind, zeigt sich für die Kantonspolizei darin, dass die Zahl von psychiatrischen Einweisungen von Menschen in psychischen Ausnahmesituationen spürbar zugenommen hat.

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