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Unnötige Kosten
im Urlaub vermeiden

25.07.2022 • 19:28 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
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Symbolbild/apa

Martin Jäger, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, gibt Tipps für die Reisezeit.

Sommerzeit ist Reisezeit. Auch viele Vorarlberger­innen und Vorarlberger nutzen die Sommermonate, um sich zu erholen und wegzufahren. Die Experten der Vorarlberger Sparkassen geben in einer Aussendung Tipps dazu, was gerade im Urlaub zu beachten ist, um unnötige Kosten zu vermeiden.

1. Geld vor Urlaubsantritt bei der Hausbank wechseln.
Wer in ein Nicht-Euro-Land ­reist, sollte sich die Fremdwährung bereits vor dem Urlaubsantritt nach Vorbestellung bei der Hausbank besorgen. In Wechselstuben in den Urlaubs­orten werde oft ein schlechterer Wechselkurs angeboten, erläutert Martin Jäger, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. Zudem würden oftmals auch höhere Spesen verrechnet. Jäger rät, sich vor dem Reiseantritt über den Währungskurs und mögliche Schwankungen zu informieren.

2. Immer ausreichend Bargeld für Kleinigkeiten dabei haben.
Das bargeldlose Bezahlen hat auch aufgrund der Pandemie deutlich an Bedeutung gewonnen. Martin Jäger rät jedoch, im Ausland immer ausreichend Bargeld für ungeplante Ausgaben wie Taxifahrten, Snacks oder Eintritte dabei zu haben. „Ratsam sind dafür vor allem kleine Geldscheine“, meint der Experte. Denn nicht überall gebe es eine mit Österreich vergleichbare Versorgung mit Bezahlterminals für Kredit- und Debitkarten.

Martin Jäger ist Vorstandsmitglied Dornbirner Sparkasse und Vorarlberger Sparkassensprecher. <span class="copyright">Matthias Rhomberg</span>
Martin Jäger ist Vorstandsmitglied Dornbirner Sparkasse und Vorarlberger Sparkassensprecher. Matthias Rhomberg

3. Bargeldobergrenzen beachten.
In einigen Ländern gibt es Beschränkungen in Sachen Barzahlung. Darüber sollten sich Reisende frühzeitig informieren. So dürften etwa in Griechenland nur Beträge bis 500 Euro bar beglichen werden. In Italien liegt die Höchstgrenze bei 1000 Euro. Wer sich nicht an diese Beschränkung halte, müsse mit empfindlichen Geldstrafen rechnen, warnt Jäger.

4. Kartenzahlung in Nicht-Euro-Ländern in Landeswährung tätigen.
Wer in einem Nicht-Euro-Land mit der Karte bezahlen möchte, sollte dies in Landeswährung tun. Denn eine Bezahlung in Euro gehe laut dem Sprecher der Vorarlberger Sparkassen meist mit einer schlechteren Kursabrechnung einher.

5. GeoControl überprüfen und gegebenenfalls deaktivieren.
Bei Debitkarten ist in Destinationen außerhalb Europas GeoControl automatisch aktiviert. Damit ist die Behebung von Bargeld an Automaten in bestimmten Regionen nicht möglich. Wie Jäger erklärt, soll dadurch Kartenmissbrauch verhindert werden. Um bei einer Reise weltweit Bargeld beheben zu können, kann GeoControl aber auch zeitweise ausgesetzt werden. Bei der Erste Bank und Sparkassen sei dies beispielsweise über das Internetbanking George, die gleichnamige App oder telefonisch sowie beim Kundenbetreuer möglich.

Beim Geldabheben im Nicht-EU-Ausland gilt es einige Dinge zu beachten. <span class="copyright">Reuters</span>
Beim Geldabheben im Nicht-EU-Ausland gilt es einige Dinge zu beachten. Reuters

6. Zahlungslimit von Debit- und Kreditkarte anpassen.
Bei einer Reise in ein Land mit erhöhter Kriminalität ­empfiehlt der Sparkassensprecher die Kartenlimits zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

7. Kontaktlos zahlen und Bankkarten-Backup dabei haben.
Kontaktloses Bezahlen ist – sofern möglich – eine gute und sichere Alternative, meint Jäger. Er rät auch dazu, ein Backup für die Bankkarte dabei zu haben. Dies kann beispielsweise durch das Aktivieren der Bankkarte am Smartphone erreicht werden oder indem eine Kreditkarte mitgenommen wird. Ratsam sei es jedoch, die beiden Karten getrennt voneinander aufzubewahren.

8. Bargeldbehebung im Nicht-Euro-Raum mit Debitkarte tätigen.
Außerhalb des Euro-Raums ist die Geldbehebung mit einer Debitkarte am günstigsten, sagt der Experte. In manchen Ländern würden jedoch vom Geldausgabeautomaten-Betreiber zusätzliche Entgelte verrechnet. Darauf müsse jedoch vor der Behebung hingewiesen werden.

Kreditkarten sind nicht für die Bargeldbehebung gedacht, sagt der Experte. <span class="copyright">AP</span>
Kreditkarten sind nicht für die Bargeldbehebung gedacht, sagt der Experte. AP

9. Bei Bargeldbehebung auf Umrechnung verzichten.
Das Umrechnen in die Heimatwährung am Geldautomaten in der Nicht-Eurozone kann zu hohen Gebühren führen, warnt Jäger. Bei Geldautomaten werde oftmals ein fixer Wechselkurs in Euro angeboten. Diese Umrechnung soll man nach Angaben des Sparkassen-Sprechers jedoch ablehnen, da diese teuer werden kann.

10. Reiseversicherung bei Kreditkartenverträgen prüfen.
Zusätzliche Kosten können auch vermieden werden, wenn man den eigenen Kreditkartenvertrag überprüft, meint Jäger. Denn oftmals seien darin bereits eine Reisegepäcks- oder Reiseunfallversicherung enthalten. Eine vom Reiseveranstalter angebotene Versicherung sei dann nicht mehr notwendig. Es sei daher empfehlenswert, sich über das Ausmaß des Versicherungsschutzes zu informieren.

11. Möglichst kein Geld mit Kreditkarte abheben.
Kreditkarten sind nicht für das Abheben von Bargeld gedacht, erklärt Jäger. Aufgrund der relativ hohen Abhebegebühren sollten diese daher nur in Notfällen verwendet werden. Dennoch empfiehlt der Experte Kreditkarten vor allem aufgrund ihrer Sicherheit durchaus. Wird die Karte gestohlen oder geht diese verloren, so komme im Falle von Missbrauch die Bank für die Schäden auf, sofern der Inhaber nicht fahrlässig gehandelt habe.

12. Codes der Bankkarten gut merken.
Die Codes von Debit- und Kreditkarten sollen auf keinen Fall notiert werden, stattdessen solle man sich diese gut einprägen, meint Jäger. Sparkassen-Kunden hätten zudem die Möglichkeit, über das Onlinebanking George oder die George-App wieder an ihren vergessenen PIN zu gelangen.

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