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Morddrohung in Bank:
Zwei Jahre Gefängnis

04.08.2022 • 21:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Anruf war eine von mehreren Taten.<span class="copyright">Symbolbild/Shutterstock</span>
Der Anruf war eine von mehreren Taten.Symbolbild/Shutterstock

Vorbestrafter drohte am Telefon, Mitarbeiter der Bank zu erstechen.

Seit der Ermordung eines Mitarbeiters in der Bezirks­hauptmannschaft Dornbirn durch Messerstiche sei man schon bei Drohungen sensibilisiert, merkte Richterin Magdalena Rafolt an.

Der Angeklagte hat am 26. April bei einem Telefonanruf bei seiner Hausbank damit gedroht, er werde dort jemanden erstechen, wenn ihm kein Geld ausbezahlt werde. Über seine Tat werde dann das Fernsehen berichten.

Sparbuch sei verbrannt.

Zuvor hatte der 31-Jährige aus dem Bezirk Feldkirch bei dem Geldins­titut vergeblich darum ersucht, ihm sein Geld von seinem Sparbuch auszuzahlen. Sein Sparbuch sei bei einem Wohnungsbrand zerstört worden.
Wegen versuchter schwerer Nötigung und anderer Delikte wurde der mit acht Vorstrafen belastete Angeklagte am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Hinzu kommen vier Monate und 28 Tage aus einer vorzeitigen Haftentlassung. Damit beträgt die Gesamtstrafe zwei Jahre, vier Monate und 28 Tage Haft. Das Urteil, mit dem der von Stefan Denifl verteidigte Angeklagte und Staatsanwältin Julia Berchtold einverstanden waren, ist rechtskräftig.

Neun Tage nach Urteil rückfällig

Wegen zwei einschlägiger Freiheitsstrafen in der Vergangenheit galt ein um die Hälfte erhöhter Strafrahmen von bis zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis. Zudem sei der Angeklagte bereits neun Tage nach einer Verurteilung rückfällig geworden. Angesichts dieser Umstände sei die Strafe milde ausgefallen, sagte die Richterin. Dem Drogenabhängigen wird allerdings voraussichtlich Therapie statt Strafe gewährt werden, weil die Taten als Beschaffungskriminalität gewertet werden. Er befindet sich seit zwei Monaten in U-Haft und wird, sobald das Drogengutachten vorliegt und über die Therapieform entschieden wurde, wohl in einigen Wochen aus dem Gefängnis entlassen werden.

Schuldig gesprochen wurde der von einem Erwachsenenvertreter betreute 31-Jährige auch wegen Einbruchsdiebstahls, Diebstahls, Betrugs und versuchter Nötigung. Demnach hat er einen Einbruch in ein Imbisslokal begangen, dem er überdies zwei gelieferte Essen nicht bezahlt hat, und in einem unversperrten Hofladen Lebensmittel gestohlen.

Des Weiteren hat er einem Drogenkonsumenten mit seinem Besuch mit einem gefährlichen Hund gedroht, falls ihm geschuldete 400 Euro nicht zurückbezahlt würden. Dabei hat der Angeklagte hat dem Opfer auch angedroht, dessen Verlobter Sexfotos vom Opfer-Seitensprung zukommen zu lassen.

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