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Nebenbuhler bedroht:
Neun Monate Haft

24.08.2022 • 20:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Schwimmbad bedrohte der Mann laut Urteil seinen Kontrahenten. <span class="copyright">Symbolbild/apa</span>
Im Schwimmbad bedrohte der Mann laut Urteil seinen Kontrahenten. Symbolbild/apa

Laut Urteil Morddrohung des Vorbestraften gegen Freund, der Verhältnis mit seiner Gattin hatte.

Richter Markus Salcher ging von diesem Sachverhalt aus: Ein Freund des Angeklagten hatte ein Verhältnis mit der Gattin des Angeklagten, während sich der Angeklagte im Gefängnis befand. Davon erfuhr der Angeklagte am 14. Juli. Fünf Tage später drohte der Angeklagte seinem ehemaligen Freund in einem Schwimmbad damit, ihn umzubringen.

Erhöhter Strafrahmen

Der Strafrichter nahm nur eine Drohung mit einer Körperverletzung an. Wegen gefährlicher Drohung wurde der mit zehn Vorstrafen belastete Untersuchungshäftling am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Weil der 36-Jährige schon zumindest zwei einschlägige Haftstrafen verbüßt hat, galt für ihn ein um die Hälfte erhöhter Strafrahmen von bis zu eineinhalb Jahren Haft.

Tochter sagte nicht aus

Freigesprochen wurde der von Dietmar Fritz verteidigte Angeklagte hingegen mangels Beweisen für seine Schuld von der anderen angeklagten Drohung. Im Strafantrag wurde dem Türken aus dem Bezirk Bludenz vorgeworfen, er habe am 27. Juli zu seiner achtjährigen Tochter gesagt, er werde ihre Mutter umbringen. Die achtjährige Zeugin machte aber von ihrem Recht Gebrauch, vor Gericht nicht mehr gegen ihren Vater auszusagen. Damit durften ihre belastenden polizeilichen ­Angaben nicht verwertet werden.

Aus dem Gefängnis entlassen

Mildernd gewertet wurde der emotionale Ausnahmezustand, in dem sich der von seiner Frau betrogene Angeklagte befunden hat. Erschwerend wirkten sich die sieben einschlägigen Vorstrafen und der rasche Rückfall aus. Denn der 36-Jährige war im Juni vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Richter Salcher sah davon ab, dass der Angeklagte auch noch die daraus offenen sechs Haftmonate verbüßen muss. Nach der Verhandlung wurde der Mann am Mittwoch aus dem Gefängnis entlassen, zumal Ende Juli die U-Haft nur wegen der angeblichen Morddrohung gegen seine Frau verhängt worden war.

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