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Was ab Schulstart in den Klassenzimmern gilt

29.08.2022 • 13:56 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
So schnell dürfte die Maske an Österreichs Schulen nicht zurückkehren
So schnell dürfte die Maske an Österreichs Schulen nicht zurückkehren APA/HANS PUNZ

In den Schulen werden zu Beginn weder Masken noch Tests verpflichtend sein.

In den Klassenzimmern werden – wie erwartet – zu Schulbeginn kaum bundesweiten Corona-Schutzmaßnahmen gelten. Coronapositive Kinder dürfen – wie Erwachsene auch – für die Dauer ihrer Verkehrsbeschränkungen Kindergärten und Volksschulen nicht betreten. Ältere positiv-getestete Schülerinnen und Schüler können mit durchgehend getragener FFP2-Maske allerdings in die Schule gehen.

“Wer krank ist, bleibt zu Hause”, betont auch Bildungsminister Martin Polaschek bei einer Pressekonferenz am Montag. Wer sich gesund fühlt, muss allerdings auch in die Schule gehen. Der Minister appelliert an Eigenverantwortung. Wer Symptome hat, solle eine Maske aufsetzen – das gelte für Lehrerinnen und Lehrer ebenso wie für alle anderen, bezieht sich der Bildungsminister auf die Vorgaben des Gesundheitsministers: “Ich habe immer gesagt, dass der Schulbereich Teil einer Gesamtstrategie sein muss, denn die Schule ist kein abgesonderter Bereich.”

Es werde in diesem Schuljahr außerdem keine flächendeckenden Schulschließungen geben, betonte der Minister, denn aus bildungspolitischer Sicht sei vollkommen klar: “Die Schulen müssen offen bleiben.” Bei besonderer Risikolage können Schulen für maximal zwei Wochen Test- und Maskenpflicht bzw. zeitversetzten Unterrichtsbeginn anordnen, bei Zustimmung der Bildungsdirektion auch länger. Distance Learning kann nur mit Erlaubnis der Bildungsdirektion angeordnet werden.

Kritik an Symptomlosen in der Schule

Für Kritik sorgte, dass auch coronapositive Lehrerinnen und Lehrer unterrichten dürfen – wenn sie durchgehend FFP2-Maske tragen. Wien und das Burgenland sträuben sich dagegen: “Das ist ein viel zu hohes Infektionsrisiko”, erklärte etwa der Wiener Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) am Freitag. In den Wiens und Burgenlands Pflichtschulen, wo die Bundesländer dies dienstrechtlich regeln können, werden positive Personen daher nicht unterrichten.

Das sei zwar im Ermessen der Länder als Dienstgeber, er halte diese “Insellösungen” allerdings nicht für sinnvoll, sagte Bildungsminister Polaschek am Montag.

Sorgen, dass Eltern infizierter Kinder dadurch klagen könnten, hat der Bildungsminister nicht. Derartige Warnungen der Lehrergewerkschaft seien “politisches Geplänkel”.

Das Bildungsministerium wird zusätzlich allen Schülerinnen und Schülern sowie allen Lehrerinnen und Lehrern kostenlose Tests in der ersten Schulwoche anbieten. Für die zweite Schulwoche erhalten alle Schülerinnen und Schüler drei kostenlose Antigentests. “Das sind zusätzliche Angebote, die wir allen Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stellen”, erklärte Bildungsminister Martin Polaschek.

Maßnahmen entlang des Variantenplans

Dass keine bundesweiten Maßnahmen kommen, hat sich bereits abgezeichnet. Immerhin hat das Bildungsministerium stets betont, sich an den Variantenmangement der Bundesregierung halten zu wollen. Dieser sieht Maßnahmen erst im Übergang zu Szenario 3 (“Ungünstiger Fall”) vor. Aktuell befindet sich Österreich aber laut Gesundheitsministerium in Szenario 2 (siehe unten). An den Schulen gibt es dabei nur regional anlassbezogene Testungen mit Antigen-Schnelltests beziehungsweise eine zeitlich befristete Maskenpflicht am Standort.

Verpflichtende PCR-Schultests wären zumindest im Osten zu Beginn des Schuljahrs ohnehin nicht möglich gewesen, wie die Tageszeitung “heute” letzten Mittwoch festhielt. Grund sind die Verzögerungen beim Ausschreibungsverfahren nach dem Einspruch eines Bewerbers. Das Bildungsministerium wartet hier weiter auf eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, danach haben die Labore noch 20 Tage Zeit für die Bereitstellung der Tests.

“Wenn PCR-Tests großflächig wieder benötigt werden, werden wir die notwendigen Ressourcen auch wieder zur Verfügung haben”, versicherte Polaschek aber heute. Es sei klar gewesen, dass bei der Vergabe mit Einsprechungen zu rechnen sei. Man sei für mögliche Szenarien im Herbst aber gerüstet.

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