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Legaler Steuertrick mit Firma in der Schweiz

05.09.2022 • 19:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Steuerbescheide wurden aufgehoben.(c) Shutterstock

Wie Einkünfte aus Vorarlberger Unternehmensberatung in Schweizer GmbH flossen.

Offenbar mit einem legalen Steuertrick sorge der Vorarlberger Unternehmensberater dafür, dass seine Steuerbelastung kleiner wurde. Denn seine Einkünfte sind nach Ansicht des Verwaltungsgerichtshofes seit 2010 in der Schweiz zu versteuern, in einem geringeren Ausmaß als zuvor in Österreich.

2010 verkaufte der Einzelunternehmer seinen ausschließlich österreichischen Kundenstock an eine Schweizer GmbH, an der er mit nur einem Prozent beteiligt war. Gesellschafter waren seine Gattin und sein Stiefsohn. Seine österreichischen Kunden unterschrieben Werkverträge, nach denen nunmehr formal die Schweizer GmbH für die Beratungsleistungen verantwortlich sei. Für seine Arbeit sei er von der GmbH nicht entlohnt worden, sagte der Unternehmensberater.

Das österreichische Finanzamt verlangte von ihm trotzdem für die Jahre 2010 bis 2015 Umsatzsteuer und Einkommensteuer, freilich ohne Erfolg. Denn der Verwaltungsgerichtshof hob jetzt die österreichischen Steuerbescheide wegen inhaltlicher Rechtswidrigkeit auf. Die in Österreich erzielten Einkünfte seien der Schweizer GmbH zuzurechnen und deshalb in der Eidgenossenschaft zu versteuern, entschied das österreichische Höchstgericht. Schließlich sei die Schweizer GmbH nach außen als Erbringerin der Leistungen aufgetreten. Daran ändere der Umstand nichts, dass nur der Unternehmensberater für die Kunden tätig gewesen sei, mit einem Büro in seiner österreichischen Wohnung und einem auf ihn lautenden Kundenkonto.

Keine Beweise

Der Verwaltungsgerichtshof gab der Revision des Unternehmensberaters gegen die Entscheidung des Bundesfinanzgerichts statt, das 2020 die Rechtmäßigkeit der Finanzamtsbescheide bestätigt hatte. Für Scheingeschäfte des Unternehmensberaters zur Steuerverminderung mit der Zwischenschaltung der Schweizer GmbH habe das Bundesfinanzgericht keine Beweise geliefert, merkten die Wiener Höchstrichter an.