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Gefängnisstrafen für drei Betrüger

07.09.2022 • 20:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Klaus Hartinger

Urteile in zwei Prozessen: Liebespaar beging Bestellbetrügereien und ein Unbescholtener Einmietbetrügereien.

In zwei Betrugsprozessen wurden am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch drei Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt. In der ersten Verhandlung wurde über einen mit zwei einschlägigen Vorstrafen belasteten 33-Jährigen wegen Bestellbetrügereien im Internet mit einem Schaden von 64.000 Euro eine Gefängnisstrafe von 22 Monaten verhängt. Der Serbe befand sich seit einem Jahr in Untersuchungshaft und wurde nach der Gerichtsverhandlung auf Bewährung und mit der Auflage einer stationären Therapie gegen seine Spielsucht aus dem Feldkircher Gefängnis entlassen. Der Strafrahmen für das Verbrechen des gewerbsmäßig schweren Betrugs belief sich auf sechs Monate bis fünf Jahre Haft.

Seine ebenfalls geständige Freundin wurde wegen Bestellbetrügereien mit einem Schaden von 44.000 Euro zu 22 Monaten Gefängnis verurteilt, davon sieben Monate unbedingt. Die vorbestrafte 46-Jährige hat bereits sieben Monate in der U-Haft verbüßt und muss deshalb nicht mehr ins Gefängnis. Das Urteil gegen das Liebespaar ist rechtskräftig. Die Angeklagten hatten auch zwei Fernseher im Wert von je 11.000 Euro bestellt und nicht bezahlt und dann billig weiterverkauft.

Prozess um Einmietbetrügerei

In der nächsten Verhandlung wurde die Strafe für einen unbescholtenen Letten wegen Einmietbetrügereien mit einem Schaden von rund 5000 Euro mit sieben Monaten Gefängnis ausgemessen. Davon beträgt der unbedingte, zu verbüßende Teil zwei Monate. Davon hat der 32-Jährige bereits einen Monat in der Untersuchungshaft verbüßt. Das wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs mit einer Strafdrohung von bis zu drei Jahren Gefängnis ergangene Urteil ist nicht rechtskräftig. Der geständige Osteuropäer hat im Bezirk Bludenz einen Monat lang in vier Hotels und Pensionen gelebt und dafür nicht bezahlt. Noch nicht entschieden wurde über den Vorwurf, er habe als Mitarbeiter eines Chalets in Lech 2500 Euro veruntreut.

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