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Hoffen auf die Rückkehr zu alter Stärke

08.09.2022 • 20:33 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Volkshochschulverantwortlichen: Wolfgang Tschallener, Bernadette Madlener, Patrick Burtscher, Stefan Fischnaller, Michael Grabher (von links). <span class="copyright">VHS Vorarlberg</span>
Die Volkshochschulverantwortlichen: Wolfgang Tschallener, Bernadette Madlener, Patrick Burtscher, Stefan Fischnaller, Michael Grabher (von links). VHS Vorarlberg

Die Vertreter der Vorarlberger Volkshochschulen gaben einen Ausblick auf den Herbst.

Insgesamt etwa 30.000 Teilnehmende haben vor Ausbruch der Pandemie an rund 2500 Veranstaltungen der fünf Vorarlberger Volkshochschulen (VHS) teilgenommen. Aufgrund von Corona ging diese Zahl zuletzt jedoch deutlich zurück. 2021 haben insgesamt 16.500 Personen an 1500 Veranstaltungen teilgenommen.

Aufgrund von Corona ging diese Zahl zuletzt jedoch deutlich zurück. 2021 haben insgesamt 16.500 Personen an 1500 Veranstaltungen teilgenommen. Im nun beginnenden Wintersemester wollen die Verantwortlichen der Bildungseinrichtungen wieder zur alten Stärke aus der Vor-Pandemie-Zeit zurückkehren. Das betonten Stefan Fischnaller (VHS Götzis und Obmann der Vorarlberger VHS), Patrick Burtscher (VHS Bludenz), Wolfgang Tschallener (VHS Rankweil), Bernadette Madlener (VHS Hohenems) und Michael Grabher (VHS Bregenz) am Donnerstag bei der traditionellen Pressekonferenz zu Semesterbeginn in Bregenz.

Neu durchstarten

Es sei spürbar, dass die Menschen nach zwei Jahren unter dem Einfluss der Pandemie wieder zusammenkommen wollten, berichtete Fischnaller. Dafür seien die Vorarlberger VHS der richtige Ort. Die Bedingungen seien zuletzt zwar schwierig gewesen, aber man habe sich immer an die gültigen Coronaregelungen gehalten und das habe funktioniert. Nun wolle man wieder neu durchstarten. Pandemiebedingt seien zuletzt sehr viele Veranstaltungen online durchgeführt worden. An den VHS sei jedoch Präsenz wichtig. Daher werde nun wieder verstärkt darauf gesetzt. Zugleich nutze man aber auch die Möglichkeiten, welche durch das Internet geboten würden, um Personen, die aus bestimmten Gründen nicht präsent sein können, eine Teilnahme an den Kursen zu ermöglichen. Dazu gehöre zudem die Online-Vortragsreihe „vhs.wissen live“, welche an der VHS Götzis und der VHS Bludenz angeboten wird. Expertinnen und Experten aus verschiedensten Wissenschaftsbereichen sprechen dabei im Livestream aus der Volkshochschule in München zu aktuellen Themen. Durch diese Art der Vernetzung könnten auch Themenbereiche behandelt werden, für die es in Vorarlberg nicht unbedingt eine übermäßig große Zahl an Interessierten gebe.

Programm in Zahlen

Volkshochschule Bludenz:

260 Kurse in 19 Gemeinden.

www.vhs-bludenz.at

Schlosserhus Volkshochschule Rankweil:

150 Kurse mit Schwerpunkt Kunst, Kultur und Kreativität.

www.schlosserhus.at

Volkshochschule Götzis:

320 Veranstaltungen in 13 Gemeinden.

www.vhs-goetzis.at

Volkshochschule Hohenems:

250 Kurse in Hohenems und Dornbirn.

www.vhs-hohenems.at

Volkshochschule Bregenz:

280 Kurse in 22 Gemeinden.

www.vhs-bregenz.at

Besonders unter den Einschränkungen durch die Pandemie hat das Schlosserhus in Rankweil gelitten, wo heuer das 30-jährige Bestehen als Fachhochschule gefeiert wird. Denn der dortige Schwerpunkt liegt auf Kreativkursen. Doch auch in Rankweil soll im Herbst wieder durchgestartet werden, sagt Wolfgang Tschallener. So seien 150 Kurse und zehn Workshops geplant. Alleine 80 der Kurse seien im Kreativbereich angesiedelt.

Festvortrag zum Jubiläum

Ebenfalls das 30-Jahr-Jubiläum wird in der VHS Hohenems begangen, wie Bernadette Madlener berichtete. Zu diesem Anlass gibt es am 18. Oktober einen Festvortrag mit dem Genetiker Markus Hengstschläger unter dem Titel „Raus aus der Durchschnittsfalle Gene, Chance, Talente – Wie manage ich (m)ein Talent?“. Ebenso stehen an der VHS die 17 Nachhaltigkeitsziele der UNO im Fokus.

In Bludenz legen die Verantwortlichen der VHS Wert darauf, auch in den Talschaften präsent zu sein, erklärte Patrick Burtscher. So würden 251 Kurs in insgesamt 19 Gemeinden angeboten. Zudem sei man Partner der Familienpass-Initiative. Familienpass-Besitzer müssten dadurch bei bestimmten Kursen um 30 Prozent weniger bezahlen. Diese Angebot werde sehr gut angenommen.

Zweiter Bildungsweg

Eine sehr hohe Akzeptanz gibt es auch bei den Angeboten für den zweiten Bildungsweg, berichtete Michael Grabher. So hätten alleine an der VHS Bregenz in den vergangenen rund 20 Jahren über 1100 Personen auf diese Weise eine Matura absolviert. Mit den Angeboten in diesem Bereich an den VHS Götzis und Bludenz komme man insgesamt sicher auf über 3000 erfolgreiche Absolventen. Gut angenommen worden sei auch die Sommerschule. 50 Schülerinnen und Schüler hätten heuer in sechs Kursen in Bregenz teilgenommen.

Für gute Qualität zahlen

Insgesamt blicken die Verantwortlichen der Vorarlberger VHS zuversichtlich auf den Herbst. Sie hoffen, an die Zahlen aus der Zeit vor Beginn der Pandemie anknüpfen zu können. Auch die unterschiedlichen globalen Entwicklungen der jüngsten Zeit ändern an dieser Einstellung nichts. Denn die Menschen seien trotz Krise bereit, auch relativ viel Geld auszugeben, wenn im Gegenzug dafür gute Qualität geboten werde, meinte Stefan Fischnaller. Bei den Angeboten der VHS treffe dies auf jeden Fall zu.

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