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Gewessler gibt Haushalten Tipps

12.09.2022 • 14:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Klimaschutzministerin Gewessler und Wirtschaftsminister Kocher
Klimaschutzministerin Gewessler und Wirtschaftsminister Kocher APA/ROLAND SCHLAGER

Mit “Mission 11” startet Regierung ihre angekündigte Energiesparkampagne.

Es sei eine “recht unkonventionelle, laute und bunte Kampagne”, mit der man den Energieverbrauch zu Beginn der Heizsaison drosseln will. Unter dem Motto “Mission 11” präsentierten Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) die Energiesparkampagne der Regierung. Die heimischen Gasspeicher seien aktuell zu über 70 Prozent gefüllt. “Im Notfall kann ich auf 100 Prozent der Speicherstände zugreifen.” Das werde man aber wohl als letzten Schritt tun. Der Verbrauch habe sich aber bereits jetzt “spürbar reduziert”.

Um gut durch den Winter zu kommen, gehe es nun darum, dass “alle, die die Möglichkeit dazu haben, Energie sparen”, erklärte Gewessler. Kritik an fehlender Effizienz von freiwilligen Maßnahmen schmetterte die Ministerin ab. Aber auch ein Paket von verbindlichen Sparmaßnahmen werde weiterhin geprüft.

Die Spartipps der Kampagne

Heizkosten

Stoßlüften, Fenster abdichten, Türen schließen und Heizkörper freihalten

Warmwasser

Duschen statt baden, niedrigere Temperaturen beim Waschen, Sparduschkopf verwenden

Strom

Eco-Waschgänge bei Waschmaschine und Geschirrspüler, Laptops statt Stand-PC, LED-Lampen, Tiefkühler weniger herunterkühlen, Dichtungen

Autofahren

Öffis nutzen, langsamer fahren (100 km/h auf Autobahnen, 80 auf Freilandstraßen) und Fahrgemeinschaften bilden

“Gemeinsame Kraftanstregung”

Es sei mit der Österreichischen Energieagentur errechnet worden, dass jeder Haushalt durchschnittlich 11 Prozent des aktuellen Verbrauchs einsparen könnte. Das soll unter anderem mit Maßnahmen wie dem Freiräumen von Heizkörpern, dem Abschalten von Geräten und dem berühmten Verwenden des Deckels am Topf. Laut Gewessler handele es sich hier um “recht kleine Dinge, die in der Summe aber einen großen Unterschied machen können”. Zudem funktionieren diese Maßnahmen ohne Vorlaufzeit und zusätzliche Investitionen, so Gewessler. Es brauche hier eine “gemeinsame Kraftanstrengung”.

Von einer solchen sprach auch Wirtschaftsminister Kocher. Die Tipps richten sich zudem nicht nur an Haushalte, sondern auch an Unternehmen, um die Rechnungen möglichst niedrig halten zu können. Man habe in Österreich in den letzten 70 Jahren viele Krisen gemeistert, “ich bin überzeugt, dass wir das auch diesmal schaffen”. Laut Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Österreichs Energie, mögen einige Tipps “banal” wirken, sie seien jedoch effizient. Franz Angerer, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, empfahl zudem, den Stromverbrauch zu notieren und den Verbrauch einzelner, alter Geräte zu messen.

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