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“Twindemic” im Herbst erwartet

12.09.2022 • 15:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
"Twindemic" im Herbst erwartet
(c) APA

Gleichzeitige Steigung von Covid-19- und Grippeinfektionen befürchtet.

2.574 Neuinfektionen sind am Montag im Vergleich zum Vortag registriert worden. Das lag unter einem Schnitt der vergangenen sieben Tage von 3.997, so die Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium am Montag. Laut Gecko-Bericht vom 5. September 2022 gibt es Hinweise auf eine mögliche “Twindemic” im Herbst, womit ein gleichzeitiges Auftreten von steigenden Covid-19- und Grippeinfektionszahlen gemeint ist. Grund dafür sei eine “mangelnde Maskenhygiene”.

In den vergangenen beiden Jahren wurde ab Herbst regelmäßig Maske getragen, wodurch Corona- sowie Grippefälle kaum vorkamen. “Es besteht die Sorge, dass Masken im kommenden Herbst weniger getragen werden. Daher ist von einem Anstieg der COVID-19- und Influenzazahlen auszugehen”, hieß es in dem Gecko-Bericht. Beispiel dafür sei Australien, wo aktuell das Ende des Winters naht. Die Influenzawelle begann dort im Herbst um zwei Monate früher, mit einer höheren Anzahl von Fällen und einer hohen Belastung bei Kindern. “Da die Grippewelle üblicherweise Ende Dezember in Österreich beginnt, ist davon auszugehen, dass es in diesem Jahr bereits ab Oktober zu einem Anstieg des Fallgeschehens kommen könnte”, wurde in dem Bericht vermutet.

Die Zahl der Spitalpatienten, die in Zusammenhang mit einer Covid-Infektion behandelt wurden, lag am Montag bei 918. Das waren im Vergleich zum Vortag um 17 Fälle mehr. 47 Menschen lagen mit SARS-CoV2 auf den Intensivstationen. Diese Zahl blieb im Vergleich zum Vortag gleich, ist aber innerhalb einer Woche um 16 Fälle zurückgegangen. Todesfälle in Zusammenhang mit Corona wurden von Innen- und Gesundheitsministerium am Montag keine vermeldet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist von Sonntag auf Montag von 310,9 auf 309,9 Fälle pro 100.000 Einwohner leicht gefallen. Das Bundesland mit der höchsten Inzidenz war Wien mit 384,3, gefolgt von Niederösterreich (379,4). Danach reihten sich Oberösterreich (296,5), Kärnten (293), Steiermark (270), Burgenland (256,3), Salzburg (236,9), Tirol (208,9) und Vorarlberg (187,7).

Die Zahl der aktiven Fälle stieg von Sonntag auf Montag um 37 auf 57.738 Fälle. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 19.486 Tote in Österreich gefordert. Genesen sind seit Ausbruch der Pandemie insgesamt 4.877.858 Österreicher, am Montag davon 2.537.

Die Positiv-Rate der PCR Tests betrug 6,93 Prozent. In den vergangenen 24 Stunden wurden 40.446 PCR- und Antigen-Schnelltests durchgeführt, davon 37.139 aussagekräftige PCR-Tests. Seit Pandemiebeginn gab es in Österreich bereits 4.955.082 bestätigte Fälle.