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Wofür brauchen wir Tipps, die jeder kennt?

12.09.2022 • 16:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wofür brauchen wir Tipps, die jeder kennt?

Die Regierung will Haushalte zum Energiesparen motivieren.

Duschen statt baden, die Heizung zurückdrehen oder die Waschmaschine erst einschalten, wenn sie voll ist: Die meisten Energiespar-Tipps der Regierung, die nun in einer großen Kampagne unters Volk gebracht werden, sind für viele wohl nicht neu. Sinnvoll sind sie trotzdem – die Tipps, und die Kampagne.

Auch wenn Redundanz in der Alltagssprache negativ behaftet ist, misst die Wissenschaft ihr einen hohen Wert bei: „Eine hohe Redundanz bietet wirksamen Schutz vor Übertragungsstörungen“, besagt die Informationstheorie. Übersetzt heißt das: Eine Botschaft ist wirksamer, je öfter man sie hört. Denn auf dem Weg vom Wissen zum Tun kann viel passieren. Ein Beispiel: Obwohl jeder weiß, dass man viel Wasser trinken soll, häufen sich auf vielen Schreibtischen mehr Kaffeehäferl als Wassergläser. Es gibt Flaschen, Armbänder, sogar Apps zu kaufen, die ans Wassertrinken erinnern.

In Italien wird das Energiesparen übrigens per Stichprobe kontrolliert: Wer sich nicht an die Maßnahmen hält, riskiert bis zu 3000 Euro Strafe. Dann doch lieber die bunten Plakate.

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