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Bäckerei Alber stellt sich aktuellen Herausforderungen

13.09.2022 • 21:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bäckerei Alber in Hittisau. <span class="copyright">Bäckerei Alber</span>
Bäckerei Alber in Hittisau. Bäckerei Alber

Auf Kostensteigerungen reagiert das Unternehmen mit Sortimentsstraffung, Energieeinsparungen und Preiserhöhungen.

Auch die Bäckerei Alber mit Standorten in Sulzberg und Hittisau sieht sich aktuell mit einer ganzen Reihe von Herausforderungen konfrontiert. Wie der geschäftsführende Gesellschafter Richard Alber im wpa-Gespräch erklärte, müsse man sich seit Anfang 2022 in mehreren Wellen insbesondere mit Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite auseinandersetzen. Das gelte vor allem für diverse Rohstoffe wie Getreide oder Lebensmittelzutaten. „Wir sprechen hier von Kostensteigerungen um 30 oder 40 Prozent, manchmal auch von einer Verteuerung um ganze 100 Prozent. Mitunter sind die Produkte sogar nur noch schwer zu erhalten.“


Aus diesem Grund sei der Handwerksbetrieb dazu gezwungen gewesen, die Preise Aus diesem Grund sei der Handwerksbetrieb gezwungen gewesen, die Preise für seine Produkte im Juli um etwa zehn Prozent zu erhöhen. „Das allein wird vermutlich nicht reichen“, wagt Alber einen Blick in die Zukunft. Denn abgesehen von den stark zulegenden Energiekosten werden am 1. Oktober 2022 auch die Löhne und Gehälter der rund 20 Mitarbeiter um 6,5 Prozent steigen. „Deshalb gehen wir davon aus, dass spätestens Anfang 2023 die nächste Preiserhöhung bei unseren Produkten kommen muss“, so Alber. Denn am eingespielten Mitarbeiter-Team werde man nicht rütteln.

Sortiment wird gestrafft

Preiserhöhungen sind jedoch nicht die einzige Antwort auf die aktuelle Situation. So hat das Unternehmen begonnen, das bislang umfangreiche Angebot eines Vollsortimenters (Brot, Gebäck, Konditorei, Cafe) schrittweise etwas zu reduzieren. „Den meisten Kunden ist das gar nicht aufgefallen, da das Produktsortiment so groß war.“ Gleichzeitig trachte man im Energiebereich danach, den Verbrauch zu reduzieren. So achte die Bäckerei bei den drei mit Strom und Öl betriebenen Backöfen auf eine genauere Planung der Auslastung und nur noch wenige Leerstände. Das dortige Einsparungsvolumen bei den Energiekosten beziffert Alber mit rund zehn Prozent.

Starke Verwurzelung in Region

Nichtsdestotrotz sieht man sich bei der Bäckerei Alber für die Zukunft gut gerüstet. „Wir sind an sich ein gesunder Handwerksbetrieb. Unser Vorteil sind die langjährigen Kundenbindungen und die Verwurzelung in der ländlichen Region. Denn wir beziehen auch sehr viele Ausgangsstoffe aus der näheren Umgebung und pflegen eine gute Zusammenarbeit mit vielen Vereinen.“ Darum sei das Geschäft in den vergangenen Jahren beständig positiv gelaufen, ohne große Sprünge nach oben oder unten.

Richard Alber. <span class="copyright">Bäckerei Alber. </span>
Richard Alber. Bäckerei Alber.

„Unser Vorteil sind die langjährigen Kundenbindungen und die Verwurzlung in der ländlichen Region.“

Richard Alber, Geschäftsführender Gesellschafter Bäckerei Alber


Zu den Geschäftsbereichen der Bäckerei Alber gehören der Brotabsatz in den Verkaufsgeschäften, der Betrieb der Konditorei und eines Kaffeehauses an beiden Standorten sowie die Belieferung von Hotellerie, Gastronomie und Zimmervermietern in der Region. Im Sommer feierte das Unternehmen sein 55-jähriges Jubiläum.

Günther Bitschnau, wpa

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