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Anklage: Straßenraub beim Weihnachtsmarkt

16.09.2022 • 21:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf dem Weihnachtsmarkt soll es zum Raub gekommen sein. <span class="copyright">Symbolbild/APA</span>
Auf dem Weihnachtsmarkt soll es zum Raub gekommen sein. Symbolbild/APA

Noch kein Urteil im Prozess gegen Vorbestraften, der Opfer nach Faustschlag Brieftasche geraubt haben soll.

Beim Weihnachtsmarkt in der Bregenzer Innenstadt wurde nach Darstellung der Staatsanwaltschaft am 18. November 2021 das Verbrechen des Raubes begangen. Demnach soll der Angeklagte einem Mann einen Faustschlag in den Magen versetzt und ihm dann die Brieftasche aus der hinteren Hosentasche weggenommen haben. In der Geldtasche haben sich, so die Anklageschrift, Bargeld, eine Niederlassungsbewilligung und ein Führerschein befunden. Daher erfolgte die Anklage auch wegen dauernder Sachentziehung und Urkundenunterdrückung.

Verhandlung vertagt

Im Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch erging am Freitag noch kein Urteil. Denn Staatsanwältin Sarah Maria Haugeneder verzichtete nicht auf einen Tatzeugen, der vor Gericht nicht erschienen war. Deshalb vertagte Richterin Magdalena Rafolt die Verhandlung auf Ende November.

Freispruch im Zweifel beantragt

Als Räuber angeklagt ist ein 46-jähriger Afrikaner. Der Arbeitslose ist mit sieben Vorstrafen belastet. Der Geschiedene lebt in einer Obdachlosenunterkunft. Der Angeklagte bestreitet den Tatvorwurf und sagte vor Gericht, er sei nicht schuldig. Verteidiger Henrik Gunz beantragte einen Freispruch, zumindest im Zweifel. Weil nicht erwiesen sei, dass es sich bei seinem Mandanten um den Täter handle. Sollte der Angeklagte neuerlich verurteilt werden, werde er Probleme mit seiner Aufenthaltsbewilligung bekommen, merkte der Verfahrenshelfer an. Die Vorstrafen dürften bei der Beurteilung der Schuldfrage keine Rolle spielen.

Beim Postamt aufgehalten

Der Angeklagte gab zu Protokoll, er habe sich zusammen mit Kollegen neben dem Weihnachtsmarkt beim Postamt aufgehalten. Er habe auf der Straße einen Mann gesehen, der sich übergeben habe. Er sei zu dem Mann hingegangen und habe ihn gefragt, ob er ihm helfen könne. Der Mann habe das verneint. Dass einer seiner Kollegen dem Mann Wasser angeboten habe, habe er nicht gesehen. Danach sei er mit seinen Kollegen wieder zum Weihnachtsmarkt gegangen.

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