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Neues Hallenbad geht in die Bauphase

20.09.2022 • 19:41 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vertreter der Stadt Bregenz und Baubeteiligte schwangen den Spaten. <span class="copyright">Stadt Bregenz</span>
Vertreter der Stadt Bregenz und Baubeteiligte schwangen den Spaten. Stadt Bregenz

Bürgermeister streicht hohe Gesellschaftliche Bedeutung des überaus kostspieligen Bauprojekts hervor.

Der Baustart für das neue Bregenzer Hallenbad sind am Dienstag mit einem symbolischen Spatenstich eingeläutet worden. Der Neubau wird vom Rutschenturm bis zur Saunalandschaft alle Stückchen spielen und die Stadt Bregenz einen gehörigen Batzen Geld kosten. Wegen der hohen Rohstoffpreise sind die ursprünglich mit rund 60 Millionen Euro veranschlagten Baukosten (inklusive Neugestaltung Strandbadflächen) bereits vor Baubeginn auf 72 Millionen Euro geklettert. Bis zur Fertigstellung im Jahr 2025 sei mit weiteren Kostenanpassungen zu rechnen, heißt es. 20 Prozent der Kosten übernimmt das Land. Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ) bedankte sich am Dienstag bei Landtagspräsident Harald Sonderegger für die finanzielle Unterstützung, ließ jedoch durchklingen, dass ihm eine Übernahme von 40 Prozent der Kosten natürlich lieber gewesen wäre.


Dem Hallenbad kommt laut dem Stadtchef eine hohe gesellschaftliche Bedeutung zu: „Gerade jetzt in Zeiten der Krise muss die öffentliche Hand investieren, damit Menschen aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden“, sagte Ritsch. In der kalten Jahreszeit sei das Hallenbad eine der letzten leistbaren Sport- und Freizeiteinrichtungen, ganz besonders für Familien, Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Auch Sportstadtrat Michael Felder zeigte sich erfreut: „Mit dem Neubau des Hallenbades wird ein wichtiger Treffpunkt für Spaß, Gesundheit und Sport für alle Generationen gesichert.“

Altes Hallenbad bleibt in Betrieb

Bauamtsleiter Bernhard Fink skizzierte die nächsten Schritte des Bauablaufs. „Kommende Woche sollte die Pfahlbohrmaschine kommen. Das nächste Ziel ist, dass wir in den ersten beiden Novemberwochen die erste Bodenplatte verlegt haben.“ Nach der Fertigstellung des Rohbaus bis Ende 2023 folge der Bau der unterirdischen Seewasserzentrale, der Innenausbau sowie der Neubau der Erlebnis- und Kinderbecken. Die Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2025 geplant. Das bestehende Hallenbad – es ist mehr als 40 Jahre alt – bleibt so wie das Freibad über die gesamte Bauphase für die Besucher geöffnet. Sobald das neue Hallenbad in Betrieb geht, wird der Bestand abgerissen. Auf der freiwerdenden Fläche werden dann jene Sportflächen errichtet, die aufgrund des Neubaus weggefallen sind.


Das neue Hallenbad wird neben zwei 25-Meter-Schwimmbecken, einem Lehrschwimmbecken sowie einem Außenbecken auch über ein Hubbodenbecken verfügen. Bei diesem kann die Wassertiefe verstellt werden. Geplant ist ebenso ein Rutschenturm, der sowohl vom Hallenbad als auch vom Freibad aus genutzt werden kann. Die Saunalandschaft wird zwei Geschosse umfassen. Darin enthalten sind etwa ein Saunagarten mit Außenpool und eine Außensauna mit Seezugang.

Siegerentwurf der Arge Rigger/Metzler Schelling. <span class="copyright">Stadt Bregenz</span>
Siegerentwurf der Arge Rigger/Metzler Schelling. Stadt Bregenz


Geplant wurde das neue Hallenbad von den Architekten Bernd Rigger, Lukas Schelling und Simon Metzler. Das Trio ging im Jahr 2019 aus einem EU-weit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb als Sieger hervor.