Allgemein

Biotope, Bäche und Tourismus

25.09.2022 • 21:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Rundwanderung Amatschonjoch <span class="copyright">Gerhard Vylet (2)</span>
Rundwanderung Amatschonjoch Gerhard Vylet (2)

Rund um die Tour von Hertha Glück und Gerhard Vylet.

Biotop Lorenza Täli. Durch das kleine, hochgelegene Tal fließt verschlungen der Schliefbach in einem breiten Bachbett. Manche Abschnitte des Bachlaufs führen kein Wasser, da dieses versickert. Dies ist für Bäche mit Einzugsgebiet und Lauf im Dolomit-Gestein typisch. Bei starkem Regen kann der kleine Quellbach jedoch rasant zu einem Wildbach anschwellen. Der naturnahe bis natürliche Lauf des Bachs macht ihn zum Schutzgut. Ein besonders schützenswerter Bereich ist ein Quellaustritt mit Moosquellfluren im mittleren Abschnitt. Die umgebenden Latschen und Grünerlengebüsche, Alpweiden und Waldfragmente mit Lärchen tragen zum besonderen Aussehen des Tals bei.

Brand Tourismus

Mit dem Beginn des Wandertourismus startet auch die Tourismusentwicklung. 1870 wurde am Lünersee die erste Alpenvereinshütte errichtet. Diese Douglasshütte wurde später durch eine Lawine zerstört und dann vor dem ersten Vollstau des Lünersees abgetragen. 1960 wurde ein Ersatzbau der heutigen Hütte errichtet. Die Eröffnung der Bahnlinien Lindau–Bludenz im Jahr 1872 und der Arlbergbahn 1884 brachte mehr Gäste nach Brand. 1890 sind bereits zehn Bergführer in Brand tätig. 1951 eröffnete die Niggenkopfbahn 1, welche später im Jahr 2007 durch die heutige Dorfbahn ersetzt wurde. Die Lünersee-Bahn wird seit dem Jahr 1959 touristisch genutzt.

Zehn Jahre später im Jahr 1969 folgt dann die Palüdbahn. Dann im Jahr 1972 wurde die Einhornbahn I, 1976 die Niggenkofbahn II, und Ende der 1990er-Jahre wurden noch die weiteren Bahnen errichtet. Im Jahr 1999 wurde die Glattjochbahn zum höchsten Punkt des Skigebiets errichtet, sowie im Jahr 2008 die Panoramabahn gebaut.

Verwendete Quellen: gemeinde-brand.at, marktgemeinde–nenzing.com, vorarlberg-alpenregion.at/de/brandnertal, Infotafel der Agrargemeinschaft Nenzing, Wikipedia, Flora Helvetica Haupt Verlag, Was blüht denn da? Kosmos Verlag

Pflanzenkunde

Rundwanderung Amatschonjoch<span class="copyright"> Gerhard Vylet</span>
Rundwanderung Amatschonjoch Gerhard Vylet

Die Rossminze (Mentha longifolia) wird manchmal auch Waldminze genannt und gehört zur Familie der Lippenblütler und ist dadurch mit Lavendel oder Salbei verwandt. Sie wird zwischen 30 und 100 Zentimeter hoch. Blütezeit ist von Juli bis September. Die Rossminze enthält weniger Menthol als andere Arten. In der Volksheilkunde wurden daraus Tees zubereitet. Wie man in der Natur beobachten kann, erfreuen sich auch im Herbst verschiedene Insekten über das reichliche Angebot der rosaroten Blüten. Diese sitzen an ährigen Blütenständen am Ende der Zweige.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.