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Wanderroute zum Amatschonjoch

25.09.2022 • 21:22 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Bei der Wanderung genießt man ein weites Panorama. Die Tour beginnt und endet mit der Bahn. <span class="copyright">Gerhard Vylet (3)</span>
Bei der Wanderung genießt man ein weites Panorama. Die Tour beginnt und endet mit der Bahn. Gerhard Vylet (3)

Von der Dorfbahn-Bergstation zum Amatschonjoch.

In Brand beginnt mit einer Fahrt in der Dorfbahn die Wanderung gemütlich. Denn die ersten 400 Höhenmeter werden schwebend überwunden. Die Bahn wurde 2007 zugleich mit der Panoramabahn neu errichtet und löste den Sessellift aus dem Jahr 1951 ab. Oben auf der stattlichen Höhe von 1397 Metern angekommen, befindet man sich auf dem Gemeindegebiet von Nenzing, welches sich von der Mondspitze im Norden bis zum Glattjöchle am Ende des Lorenzatäli, oder Lorzena Täli, erstreckt.

Der schön angelegte Weg führt über die Wiese zum ers­ten Durchgang auf die Weide. Gleich danach wird der Fahrradweg gequert und nach wenigen Schritten führt der Wanderweg in den Wald. Dort befindet sich auch der Barfußweg. Verschiedene Stationen aus Naturmaterialien gebaut säumen den Weg, welcher bei der Inneren Parpfienzalpe zur Forststraße führt. Der Wegweiser nennt eine Fülle an lohnenswerten Wander­zielen, so auch das Amatschonjoch.

Rundwanderung Amatschonjoch
Rundwanderung Amatschonjoch

Ein kurzes Stück geht es nun auf der Straße, danach auf einem Güterweg ins Lorenzatäli und damit in die Alp-Landschaft. Rechts steigen die schroffen Felswände des 2318 Meter hohen Tuklar empor. Dieser ist durch die südlich des Gipfels beginnende, breite Schotterrinne gut zu erkennen. Hinten, am Ende des kleinen Tals, ist das Glattjoch zu sehen.

Kurzbeschreibung

Besonderes: Einer der sehr seltenen Quellbäche Schliefbach sowie eine wildromantische Alplandschaft mit weiten Blicken bieten diese Gebirgswanderung. Als Beispiel eines typischen Quellbachs ist er als schützenswertes Biotop registriert.

Anforderung und Gehzeit: Es sind circa zwölf Kilometer mit 650 Höhenmetern im Auf und Ab. Gute vier Stunden Gehzeit.

Charakter der Wege: Forst-, Wiesen- und Waldwege

Kultur und Natur: Lorenza-Täli-Biotop, Wildschutz Gaggafeld, Barfußweg, einige Stationen des Tierwelten-Wegs

Anziehen und Mitnehmen: Wanderkleidung, Schuhe je nach Witterung, Getränk und Jause, eventuell Handtuch für den Barfußweg, eventuell Wanderstöcke

Einkehrmöglichkeiten: niggenkopf.at, Parpfienzalpe

Start und Ende: Dorfbahn Brand Bergstation

Schützenswertes Biotop

Bald kommt man zum Schliefbach, der das Tal in einer breiten Schotterrinne durchfließt und östlich der Parpfienzalpe ins Schliefwaldtobel mündet. Nach der zweiten Querung des Bachs beginnt der steilere Aufstieg auf einem schmalen Wiesenweg. Der Weg mündet nach einem steilen Anstieg unterhalb des Glattjochs in einen Fahrweg. Nach wenigen Schritten zweigt rechts ein Wiesenweg ab, der hinauf zum Glattjochbahn-Skilift führt. Dort führt die Wanderroute wieder durch das Brandner Gemeindegebiet, das sich bis zum Fundel und Amatschonjoch ausdehnt. Das Bergpanorama wird je nach Standort von der Infrastruktur des Sessellifts ergänzt.

Dort rückt erstmals das Amatschonjoch in den Fokus. Nur leicht ansteigend durchquert man im Wegverlauf das Latschengebüsch und steigt über den Wiesenweg die letzten Meter zum Joch hoch. Hier begeistert der Ausblick übers Gamperdonatal zu den Lichtensteiner und Schweizer Bergen. Gegenüber sind Naafkopf und Augstenberg zu sehen. Weiter hinten reicht der Blick an klaren Tagen bis zu Glärnisch (2915 Meter), Mürtschenstock (2441 Meter) und Alvier (2343 Meter).

Rundwanderung Amatschonjoch
Rundwanderung Amatschonjoch

Eine Tafel informiert über die Wildzone „Gaggafeld“. Diese liegt unterhalb des Jochs im Gamperdonatal und ist der Lebensraum des Rotwilds, das nicht gestört werden soll. Nach einer gemütlichen Rast geht es mit Blick über die Palüdalpe auf demselben Weg bis zum Lift zurück. Auf dem fast flachen Bergrücken führt die Route zur nächsten Abzweigung und dem Beginn des Gulmagrats. Auf dem Waldweg sind ein schöner Ausblick und Pflanzen wie der markanten Silberdistel oder der zierlichen Blutwurz zu finden. Rossminzteppiche bieten Bienen Nahrung.

Ab der Gulmabahn-Bergstation ist dann schon die Forststraße und damit der Rückweg zur Bergstation der Dorfbahn zu sehen. Diese ist durch einen Abstieg über die Wiese rasch erreicht. Zurück auf dem Lift auf dem Weg ins Tal ist der Wanderabschluss wieder gemütlich und entspannt.

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