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Pioneers-“Riegel” hält nur zwei Drittel

26.09.2022 • 22:31 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Alex Caffi zeigte eine sehr solide Leistung im Pioneers-Kasten.<br><span class="copyright">Soós Attila</span>
Alex Caffi zeigte eine sehr solide Leistung im Pioneers-Kasten.
Soós Attila

Die Bemer Pioneers Vorarlberg verlieren gegen Fehervar AV 19 mit 2:5 und bleiben damit auch im dritten Ice-League-Auswärtsspiel ohne Punkte.

Fast 47 Minuten ging der Matchplan der Bemer Pioneers Vorarlberg fast nach Wunsch auf. Nach dem ungewöhnlichen Bestschießen in Villach besannen sich die Feldkircher wieder auf ihre Stärke, welche gegen KAC zum bisher einzigen Saisonsieg des Neulings geführt hatte: Hinten gut stehen; hoffen, dass der Keeper einen guten Tag erwischt und vorne effizient die wenigen Chancen in Tore ummünzen.
In Fehervar hatte sich Pio­neers-Coach Marc Habscheid dazu entschieden, wieder auf Torhüter Alex Caffi zu setzen, nachdem David Madlener in den vergangenen beiden Partien das gesamte Repertoire von „un­überwindbar“ (KAC) bis „fehlerhaft“ (VSV) ausgeschöpft hatte. Der Italiener zahlte das Vertrauen des Coaches zunächst mit vielen guten Paraden zurück. Nur ein einziges Mal musste er sich im ersten Abschnitt geschlagen geben – und das nur vermeintlich. Denn der Referee hatte bereits vor dem Backhandschuss von Alexander Petan auf Foul von Brett Finlay an Caffi entschieden (7.). Anstatt einer Führung sahen sich die Hausherren mit einem Unterzahlspiel konfrontiert. Dies brachte allerdings keine ernsthafte Gefahr für das Tor der Ungarn.
Fehervar blieb das gefährlichere Team. Natan Vertes tanzte den noch nicht in alter Form agierenden Layne Viveiros aus, doch auch Vertes fand seinen Meister im gut reagierenden Caffi. Erst in der Schlussphase des ersten Abschnittes wurden die Pioneers gefährlicher. Doch sowohl Kevin Macierzynski mit einer Doppelchance (19.) als auch Hampus Eriksson (20.) brachten die Scheibe nicht im Kasten unter.

Powerplaytor

Kurz nach Wiederbeginn klingelte es dann im Kasten von Caffi. Nach einem schlechten Wechsel der Pio­neers herrschte Unordnung in der Defensive, ein Schlenzer von Findlay war für Caffi ob des starken Verkehrs im Slot erst im letzten Augenblick zu sehen und fand so den Weg ins Tor (22.). Die Pioneers mussten reagieren und befanden sich nun auf Augenhöhe mit den Hausherren. Gute Chancen blieben allerdings Mangelware, wieder war es Macierzynski, dem der Puck im Slot vor die Kufen fiel. Der Schuss der Nummer 71 blieb jedoch harmlos. In der Defensive war dafür auf Caffi, der einige gute Chancen der Ungarn zunichtemachte, Verlass.
Als Fehervar-Verteidiger Andrew O’Brien für eine Behinderung auf die Strafbank geschickt wurde, nutzten die Pioneers die folgende Überzahl zum Ausgleich. Tyler Sandhu bediente Macierzynski, der die simple Kombination trocken abschloss (38.). Es dauerte nur eine weitere Minute bis zum zweiten Treffer der Gäste. Die „neue“ erste Linie um Hampus Eriksson und Julian Metzler leistete gutes Forechecking in der Ecke. Den gewonnenen Puck schlenzte Christian Bull von der blauen Linie aufs Tor. Für den völlig verwaisten Abpraller bedankte sich Jack Jacome mit einem satten Schuss zum 2:1 aus Sicht der Gäste.

Jetzt gegen den Letzten

Im dritten Abschnitt rollten die Angriffe der Ungarn in Richtung Pioneers-Tor. Die erste Großchance von Anze Kuralt pflückte Caffi noch mit der Fanghand aus der Luft (44.). Doch dann war auch der Italiener machtlos. Patrick Newell schloss nach einem guten Haken trocken ins lange Eck zum 2:2 ab (46.). Die Vorarlberger kamen kaum mehr in die gegnerische Hälfte, die erste Strafe gegen Hampus Eriksson war die logische Folge. Luka Maver attackierte etwas halbherzig und Fehervar-Scharfschütze Henrik Nilsson nutzte den freien Raum zur Führung für die Ungarn.
Zwei Halbchancen hatten die Pioneers noch – doch der nächste Treffer fiel erneut auf der anderen Seite – wenn auch etwas umstritten. Nach einem hohen Stock staubte Petan zur Entscheidung ab (57.). Auch intensive Proteste der Vorarlberger sorgten bei den Referees nicht für ein Umdenken. Der Endstand fiel schließlich durch einen Empty-Net-Treffer.
Bereits heute bekommen die Pioneers die nächste Chance, ihr Defensiv-Konzept erfolgreich durchzuziehen. Mit den Capitals treffen sie auf einen Klub, der noch nicht in der Saison angekommen ist und erst einen Treffer erzielt hat.

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