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Neue Galerie aus privater Sammlung

28.09.2022 • 22:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Außenansicht der Galerie<span class="copyright">Sylvia Janschek</span>
Außenansicht der GalerieSylvia Janschek

Nach zwei Ausstellungen in Lauterach eröffnet Sylvia Janschek morgen in der Kaiser-Josef-Straße 3 ihre neue Galerie.

Seit ihrer Jugend sammelt Sylvia Janschek Kunstwerke. Bisher waren die vorwiegend zeitgenössischen Arbeiten in den Ausstellungen „Faces“ (Juni 2021) und „life is a zoo“ (Juli 2022) in der alten Seifenfabrik in Lauterach zu bewundern. Nun haben die vielfältigen Gemälde, Tierskulpturen, Fotografien, Ahnenfiguren und Kunstobjekte ihren Platz in der Kaiser-Josef-Straße 3 in Bregenz gefunden, wo Janschek auf 150 Quadratmeter Ausstellungsfläche morgen ihre erste Galerie eröffnen wird.

Im Schaufenster lässt sich ein Blick auf Bronze- und Glasobjekte werfen, dahinter sind Bilder von Domenico Grenci und Peter Kohl in Szene gesetzt. Andi Miketas Werk „alive“ wird angestrahlt, erst im Sommer hat der Aktionskünstler das Bild beim Action Painting Event am Bodensee gemalt.

Blick ins Innere  <span class="copyright">Sylvia Janschek</span>
Blick ins Innere Sylvia Janschek

Vor eineinhalb Jahren startete Janschek mit einer Online-Galerie, wie ihr von einem Galerist aus Miami geraten wurde. Doch die passionierte Kunstsammlerin hegte schon länger den Wunsch, auch eine physische Kunstgalerie zu eröffnen, denn sie möchte „die schöne Kunst im Realen zeigen“ und auch der persönliche Kontakt mit Kunstschaffenden und Interessierten sei ihr wichtig. Die Galeristin ist ständig auf der Suche nach neuen Kunstschaffenden und wendet sich auch gezielt an aufstrebende und junge Künstler.

Die Auswahl der Werke ist bunt und sehr persönlich, was den Ausstellungsräumen eine gewisse Lebendigkeit verleiht. Viele der Werke zeigen Gesichter oder Körper von Tieren, Menschen, aber auch surreale Gestalten, wie beispielsweise Peter Kohls ausgefallene Zeichnungen, in denen Tiere vermenschlicht in Posen geworfen werden. Zu sehen sind auch Tierplastiken aus Holz, Metall und Stein von Klaus Metz, ein Leopardenbild von Christoph Lissy und Ahnenfiguren, Skulpturen und Holzschnitte von Gernot Riedmann. Zudem lässt sich in vielen Arbeiten ein Bezug zur Natur erkennen, so sind Lois Weinberger „Green man“-Aquarelle oder Elisabeth von Samsonow Temperagemälde von Lössterassen vertreten. Manchmal steht auch die Wirkung von Farben und Formen im Zentrum, wie bei Eva Gieselbergs Fotografien und Pigmentdrucken, Marco Spitzars Serie „Yellows“ oder einem Holzschnitt des britischen Künstlers Damien Hirst.

Die Galeristin im Innenhof<span class="copyright">Sylvia Janschek</span>
Die Galeristin im InnenhofSylvia Janschek

Janschek vertraut ganz auf ihre Emotionen, wobei sie manchmal „schöne“, aber auch „hässliche“ Objekte interessant und ansprechend findet. In der Galerie stellt Janschek Werke von Künstlern aus, mit denen sie schon länger zusammenarbeitet, wie beispielsweise Paolo Migliazzas zarte Jungenskulptur aus Zement und Schlacke oder Grencis aus dem Material Bitumen angefertigte ausdruckstarken Frauenbilder.
Zudem erweitert sie ihre Sammlung mit neuen Künstlern wie Markus Lüpertz, dem spanischen Maler Joan Hernandez Pijuan oder dem Urban und Street-Art-Künstler Domingo Mattle, der auch die Graffiti im Innenhof der Galerie gestaltete. Nach der morgigen Eröffnung soll es jeden letzten Freitag im Monat eine Vernissage geben, bei der jeweils ein Künstler als „Hauptkünstler“ in den Vordergrund gerückt wird. Im Oktober wird Klaus Metz und im November Marco Spitzar vorgestellt.

Vernissage: Morgen, 14 Uhr.

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