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Was die Politik zum Schützenhaus sagt

30.09.2022 • 22:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
So soll das neue Schützenhaus in Lustenau aussehen. <span class="copyright">Schützengilde Lustenau/Architekt Wolfgang Ritsch</span>
So soll das neue Schützenhaus in Lustenau aussehen. Schützengilde Lustenau/Architekt Wolfgang Ritsch

Die neue Heimstätte der Schützengilde Lustenau war Thema in der Gemeindevertretung.

Der Neubau des Schützenhauses Rheintal der Schützengilde Lustenau war am Donnerstagabend Thema in der Gemeindevertretung. Konkret ging es um einen Baukostenzuschuss in Höhe von rund 670.000 Euro, der von der Gemeinde gewährt werden soll. Mit einem einstimmigen Beschluss gab es schließlich grünes Licht für die finanzielle Unterstützung. Sehr zur Freude von Heinz Hagen, Obmann der Schützengilde Lustenau. Er hatte die Gemeindemantare zuvor ausführlich über das Projekt informiert.

Vor 14 Jahren begonnen

So mancher habe schon nicht mehr daran geglaubt, dass das Bauvorhaben je umgesetzt werde, sagte der Obmann. Schließlich sei mit den Planungen bereits vor 14 Jahren begonnen worden. Vor allem eine Partnerschaft mit der Vorarlberger Jägerschaft habe dem Vorhaben jedoch wieder Schwung gegeben. Obwohl vor eineinhalb Jahren noch einmal Änderungen in der Planung vorgenommen wurden, um die Lärmemissionen zu senken. Herausfordernd sei zudem gewesen, die Pläne immer wieder an die neuen gesetzlichen Regelungen und Normen anzupassen.

Etwa vier Millionen Euro

Seien ursprünglich etwa 2,6 Millionen Euro an Kosten veranschlagt gewesen, seien diese nach der Überarbeitung auf etwa 3,8 bis 4 Millionen Euro angestiegen, erläuterte Hagen. Dies liege auch am herausfordernden Untergrund am Standort des Schützenhauses, welcher umfangreiche Pilotierungen notwendig mache. Das neue eingeschossige Gebäude wird in Holzbauweise errichtet, wobei die Schießbahnen aus schall- und sicherheitstechnischen Gründen mit Betonwänden umschlossen werden. Die Überdachung erfolgt mit einer Holzverbunddecke mit Dachbegrünung und einer Fotovoltaik-Anlage. Die Wände werden außenseitig ebenfalls begrünt. Die Räumlichkeiten beherbergen nicht nur die Lustenauer Schützengilde. Auch die Vorarlberger Jägerschaft wird im neuen Schützenhaus eine neue Heimat finden. So wird die Geschäftsstelle nach Fertigstellung des Projekts Ende 2023 hier untergebracht sein.

Finanzierung gesichert

Die Waidmänner und -frauen beteiligen sich daher auch mit einer Millionen Euro an der Finanzierung des Projekts. Jeweils etwa 670.000 Euro gibt es als Unterstützung von Gemeinde und Land. Die restlichen Kosten trägt die Schützengilde – auch mit Unterstützung von Gönnern und Sponsoren. „Die Finanzierung ist gesichert“, betonte Hagen. Daher bestehe auch nicht die Gefahr, dass es später noch einmal Mittel von der Gemeinde brauche. „Wenn wir die 670.000 Euro bekommen, sind wir glücklich“, sagte der Obmann und sorgte damit auch für Heiterkeit im Sitzungssaal.

Auf dem Dach ist eine Begrünung und eine Fotovoltaik-Anlage geplant.<span class="copyright"> Schützengilde Lustenau/Architekt Wolfgang Ritsch</span>
Auf dem Dach ist eine Begrünung und eine Fotovoltaik-Anlage geplant. Schützengilde Lustenau/Architekt Wolfgang Ritsch

Mit den Bauarbeiten für das Projekt ist bereits im Juli mit dem Spatenstich begonnen worden. Das frühere Schützenhaus, welches in den Jahren 1930 bis 1932 errichtet und 1996 saniert worden war, musste aufgrund von Setzungen abgetragen werden. Eine neuerliche Sanierung sei nicht mehr möglich gewesen, erläuterte Hagen.

Lob von der Politik

Lob gab es für die Projektverantwortlichen von Mathias Schwabegger, Obmann der Neos-Fraktion sowie des Sportausschusses. Er habe die Betroffenen als sehr motiviert und engagiert erlebt. Zudem seien diese bemüht, die zur Verfügung stehenden Mittel bestmöglich einzusetzen: „Jeder Euro wird sieben Mal umgedreht.“ Auch Simon Vetter von den Grünen zeigte sich begeistert. Beim Schützenhaus handle es sich auch aufgrund vieler Kooperationen um ein Ausnahmeprojekt, das Vorbild für viele andere Vereine sein könne. Die einhellige Zustimmung der Gemeindevertretung war damit keine Überraschung mehr.

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