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Bestätigt: 13 Jahre Haft
für versuchten Mord

05.10.2022 • 15:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Urteil ist nun rechtskräftig.  <span class="copyright">Symbolbild Shutterstock</span>
Das Urteil ist nun rechtskräftig. Symbolbild Shutterstock

24-jähriger Radfahrer stach 2021 in Hard einer ihm unbekannten Fußgängerin ein Messer in den Rücken.

Wegen Mordversuchs wurde der mit zwei Vorstrafen belastete Untersuchungshäftling im März am Landesgericht Feldkirch zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Zudem wurde der als psychisch beeinträchtigt und gefährlich eingestufte, aber bei der Tat zurechnungsfähige 24-Jährige in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

Das Urteil ist nun rechtskräftig. Denn der Oberste Gerichtshof (OGH) in Wien wies im Juli die Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten zurück und bestätigte damit den Schuldspruch. Danach gab das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) den Strafberufungen des inzwischen 25-jährigen Angeklagten und der Staatsanwaltschaft keine Folge. Das teilte auf Anfrage OLG-Sprecher Klaus-Dieter Gosch mit. Der Strafrahmen betrug 10 bis 20 Jahre oder lebenslängliche Haft. Der Verteidiger beantragte vergeblich einen Schuldspruch nur wegen versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung, mit einer Strafdrohung von ein bis zehn Jahren Gefängnis.

Stich in den Rücken

Der Angeklagte stach am Abend des 11. April 2021 in der Harder Landstraße im Vorbeifahren mit seinem Rad einer 28-jährigen Fußgängerin von hinten ein Küchenmesser mit einer zwölf Zentimeter langen Klinge vier Zentimeter tief in den Rücken. Die Passantin kam körperlich mit leichten Verletzungen davon.
Der medizinische Gerichtsgutachter Walter Rabl sagte, es sei ein Zufall gewesen, dass nicht wenige Zentimeter daneben eine Stelle getroffen worden sei, mit dem der Brustraum mit Herz und Lunge eröffnet worden wäre. Dann hätte der Messerstich auch tödlich enden können.

Der Angeklagte habe es in Kauf genommen, dass sein Opfer sterben könnte, meinte Staatsanwältin Konstanze Manhart. Aus Rache an Frauen, die ihn in seinem Leben seelisch verletzt hätten, habe der Arbeits- und Obdachlose auf die ihm unbekannte Frau eingestochen. Der Angeklagte gab an, er habe die Frau nur verletzen wollen.

Eingeschränkt zurechnungsfähig

Gerichtspsychiater Reinhard Haller sagte, der Angeklagte sei zur Tatzeit eingeschränkt zurechnungsfähig gewesen. Er sei psychisch beeinträchtigt, wegen übermäßigen Cannabiskonsums und seines Hyperaktivitätssyndroms. Ohne Behandlung sei er gefährlich. Als Psychiatriepatient habe er Mordfantasien gegen Frauen geäußert.

Erschwerende wertete das Geschworenengericht etwa die heimtückische Tatbegehung. Von hinten habe er auf eine ahnungslose Frau eingestochen, so Richter Richter Gschwenter.

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