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Übergriff auf Frau gerächt: Haftstrafe

13.10.2022 • 19:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Symbolbild/APA/DPA

32-Jähriger griff Barbesucherin an den Hintern. Vorbestrafter Angeklagter schlug und bedrohte ihn.

Ein 32-Jähriger griff nach den gerichtlichen Feststellungen im September 2021 in einer Bregenzer Bar seiner Ex-Freundin an den Hintern. Den Übergriff auf die nunmehrige Freundin seines 30-jährigen Begleiters rächte der mit 1,1 Promille alkoholisierte Angeklagte sofort. Der nur dazu geständige 33-Jährige verpasste dem 32-Jährigen im Lokal mehrere Faustschläge, auch ins Gesicht, und verletzte ihn dadurch leicht. Danach drohte er nach Ansicht der Richterin außerhalb des Lokals dem Opfer damit, es zusammenzuschlagen.

Mit Urteil einverstanden

Dafür wurde der mit zehn Vorstrafen belastete Angeklagte am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Das Urteil von Richterin Sabrina Tagwercher, mit dem der Angeklagte einverstanden war, ist nicht rechtskräftig. Denn Staatsanwältin Severa Jörg nahm drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Bei der Sanktion handelt es sich um eine Zusatzstrafe zur Verurteilung vom Jänner 2022 am Landesgericht zu 18 Haftmonaten wegen schwerer Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt.

Einschlägige Vorstrafen

Der Schuldspruch erfolgte am Donnerstag wegen des Verbrechens der versuchten schweren Körperverletzung und des Vergehens der gefährlichen Drohung. Über den Unterländer wurden in der Vergangenheit schon zumindest zwei einschlägige Haftstrafen verhängt. Für den Rückfalltäter galt deswegen ein um die Hälfte erhöhter Strafrahmen von sechs Monaten bis siebeneinhalb Jahren Gefängnis.

Haftentlassung

Der Angeklagte befindet sich seit April in Strafhaft. Nach der terminlich noch nicht festgelegten Haftentlassung könne er an seinen Arbeitsplatz und in seine Wohnung zurückkehren, sagte Richterin Tagwercher. Das komme bei inhaftierten Straftätern, die nicht selten arbeits- und obdachlos seien, nicht oft vor. Verteidiger German Bertsch merkte an, sein vielfach vorbestrafter Mandant sei „ein anständiger Mensch“, zumindest im Gefängnis.

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