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Haft: Betrügereien beim Bestellen und Betteln

14.10.2022 • 22:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Hartinger

21-Jähriger wirkte neuerlich daran mit, dass mehrere Opfer um mehr als 100.000 Euro betrogen wurden.

Wegen seiner Mitwirkung bei Bestell- und Bettelbetrügereien mit einem Schaden von mehr als 100.000 Euro wurde der unbescholtene Angeklagte am Freitag am Landesgericht Feldkirch zu einer teilbedingten Haftstrafe von 16 Monaten verurteilt. Davon belief sich der unbedingte, zu verbüßende Teil auf zwei Monate Gefängnis. Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Dietmar Nußbaumer ist nicht rechtskräftig. Denn der Angeklagte und Staatsanwalt Manfred Bolter nahmen Bedenkzeit in Anspruch. Die mögliche Höchststrafe für den gewerbsmäßig schweren Betrug wäre fünf Jahre Gefängnis gewesen.

Betrugsgelder

Der geständige 21-Jährige hat im Auftrag eines in Italien lebenden Nigerianers sein litauisches Konto zur Verfügung gestellt, über das eine Überweisung mit betrügerisch erlangten Geldern lief. Dafür erhielt er zehn Prozent als Provision. Zudem hat der in Vorarlberg lebende Afrikaner den Kontakt zwischen einem 21-jährigen Unterländer und dem Nigerianer hergestellt. Über das Konto des Unterländers wurden ebenfalls Überweisungen mit Betrugsgeldern abgewickelt. Gegen den Unterländer ist bei der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren anhängig.


Betrogen wurden bundesweit Österreicher, die Zahlungen leisteten, aber die online bestellten Waren nicht erhielten. Betrogen wurden auch Menschen, die auf vermeintliche Bettelbriefe mit Geldspenden reagierten. So wurde um Spenden dafür gebeten, um angeblich einem UNO-Arzt die Ausreise aus einer asiatischen Krisenregion zu ermöglichen.

Haftstrafe schon verblüßt

Gegen den Angeklagten wurde bereits im Februar am Landesgericht wegen Onlinebetrügereien verhandelt. Damals kam der Afrikaner mit einer diversionellen Geldbuße davon. Wenige Monate später heuerte er den 21-jährigen Unterländer als Beitragstäter an.
Der Angeklagte befand sich zwei Monate lang in Untersuchungshaft. Damit hat er seine Haftstrafe schon verbüßt.

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