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Schule, Bus, Verwaltung: So wird Energie gespart

17.10.2022 • 19:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit dem Absenken der Temperatur wird derzeit vielerorts Energie gespart.<br><span class="copyright">Symbolbild apa/dpa</span>
Mit dem Absenken der Temperatur wird derzeit vielerorts Energie gespart.
Symbolbild apa/dpa

Derzeit wird vielerorts nach Energiesparpotenzialen gesucht.

Aufgrund der drastisch gestiegenen Energiekosten bzw. angesichts eines möglicherweise bevorstehenden Energiemangels wird vielerorts nach Einsparmöglichkeiten gesucht. So sollen etwa, wenn es nach Umweltministerin Leonore Gewessler geht, öffentliche Gebäude nur mehr mit maximal 19 Grad beheizt werden – ausgenommen davon sind Schulen oder Krankenhäuser.

Im Land wurde ein „Krisenstab Energie“ eingerichtet, der im September erstmals getagt hat. Auch von diesem Gremium gab es in Abstimmung mit dem Gemeindeverband die Empfehlung, in Verwaltungsräumen der öffentlichen Hand nur noch auf 19 Grad zu heizen – von einigen Ausnahmen abgesehen. Zu Letzteren zählen Schulen, Kinderbetreuung- und Pflegeeinrichtungen sowie Krankenhäuser. Von Landesseite war gestern nicht zu erfahren, inwieweit die Absenkung der Temperatur in den Verwaltungsräumen nun tatsächlich umgesetzt wurde und ob noch weitere Energiesparmaßnahmen in Planung sind.

Öffentlicher Verkehr

In Sachen Öffentlicher Verkehr wird etwa in Wien unter anderem mit einer Senkung der Temperatur um zwei Grad in U-Bahnen und Straßenbahnen auf die Energiekrise reagiert. Ähnliches ist beim Verkehrsverbund Vorarlberg derzeit nicht in Planung, informiert Pressesprecherin Cornelia Kleboth. „Wir haben im Winter immer schon die Temperatur gesenkt, nachdem die Leute ja mit Jacken drin sitzen“, sagt sie. Aktuell gebe es aber nichts Schriftliches, das bestimmte Maßnahmen zur Energiesenkung vorsehe – ausschließen könne sie aber nichts.

Michael Stabodin, Geschäftsführer Landbus Unterland, Stadtbus Dornbirn, Ortsbus amKumma.  <span class="copyright">Dietmar Stiplovsek</span> 
Michael Stabodin, Geschäftsführer Landbus Unterland, Stadtbus Dornbirn, Ortsbus amKumma. Dietmar Stiplovsek 

Da die Wiener U-Bahnen und Straßenbahnen mit Strom betrieben werden, mache die Senkung der Temperatur Sinn, erklärt Michael Stabodin (Bild), Geschäftsführer vom Landbus Unterland. Auf Vorarlberg lasse sich das aber nicht umlegen. Nachdem hierzulande nahezu alle Busse mit Verbrennungsmotoren unterwegs seien, bei denen beim Betrieb zwei Drittel als Abwärme verlorengingen, werde diese zum Heizen genützt. Diesbezüglich gebe es also kein Sparpotenzial.

Schulen

Die Schulen sind von der 19-Grad-Regelung ausgenommen. Maßnahmen werden auch dort überlegt, informiert Elisabeth Mettauer-Stubler (Bild) von der Bildungsdirektion Vorarlberg. Vergangene Woche wurde dazu eine Checkliste vom Bildungsministerium an alle Schule versandt. Darin werden verschiedene Bereiche aufgelistet, die nach Energiesparmaßnahmen durchforstet werden sollen. „Dabei geht es um Heizung, Licht, Lüftung, auch Wasser und Sanitäranlagen oder Elektrogeräte“, erläutert Mettauer-Stubler. Enthalten sei etwa auch eine Empfehlung eines Fachinstituts, die Raumtemperatur auf 22 Grad zu halten.

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Elisabeth Mettauer-Stubler. Klaus Hartinger

„Ich gehe davon aus, dass diese Checkliste nun durchgearbeitet wird, auch mit dem Schulwart. Dann werden vermutlich mit dem Schulerhalter – bei den Pflichtschulen sind das die Gemeinden – Maßnahmen besprochen werden“, skizziert Mettauer-Stubler das Prozedere. Prinzipiell müsse die Diskussion aber am Standort geführt werden. Ganz untätig scheinen die Schulen aber auch bisher nicht gewesen zu sein. So hätte sie schon gehört, dass einige erst später die Heizung eingeschaltet hätten, erzählt die Sprecherin der Bildungsdirektion.

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