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Einkaufswagen statt digitaler Warenkorb

25.10.2022 • 21:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der regionale Handel soll ein Erlebnis bieten. <span class="copyright">Hartinger</span>
Der regionale Handel soll ein Erlebnis bieten. Hartinger

Das Land Vorarlberg und die Wirtschaftskammer wollen regionale Nahversorger im Wettbewerb stärken.

Robert Küng, Obfrau-Stellvertreter der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer, appelliert beim gestrigen Pressefoyer nach der wöchentlichen Sitzung der Robert Küng ist Obfrau-Stellvertreter der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer. Er appelliert beim gestrigen Pressefoyer nach der wöchentlichen Sitzung der Landesregierung an die Vorarlberger, dass sie regional einkaufen sollen: „Kaufen wir dort ein, wo wir arbeiten und arbeiten wir dort, wo wir einkaufen.“ Für genau diesen regionalen Handel gibt es laut Wirtschaftslandesrat Marco Tittler jedoch aktuelle Herausforderungen. Er weist auf die Problematik des Rückgangs der Kunden aus Liechtenstein und der Schweiz hin. Außerdem spricht er den deutschen und digitalen Markt als Konkurrenz an.

Wettbewerb mit Online-Markt

Tittler will dem Wettbewerbsdruck entgegenwirken und ländliche Nahversorger fördern. Die Sicherung der Nahversorgung sei eine wesentliche Voraussetzung für gleichwertige und grundlegende Lebensbedingungen, so Tittler. Der regionale Handel soll durch die Förderung der Nahversorger und durch ein digitalisiertes Gutscheinsystem unterstützt werden. 50 Betriebe werden mit baulichen Investitions- und Betriebskos­tenzuschüsse gefördert. Die Betriebskostenförderung soll demnach für das Jahr 2023 um zehn Prozent erhöht werden.
Doch nicht nur bei den Betrieben soll angesetzt werden. Laut Tittler will das Land auch Wirtschafts- und Werbegemeinschaften und den Verein für dörfliche Lebensqualität fördern. Dieser unterstützt kleine Nahversorger.
Außerdem soll die Digitalisierung vorangetrieben werden und die Konkurrenzfähigkeit am digitalen Markt gestärkt werden. Schon abgeschlossen sind Beratungsangebote der „Initiative Handel.Lokal.Digital“. Nun ist auch die Digitalisierung regionaler Gutscheine geplant. Ein neu entwickelter Webshop (www.vorarlberg-gutschein.at) soll Wirtschaftstreibenden die Möglichkeit bieten, sich online über die Gutscheine zu informieren und diese zu bestellen. Somit können Unternehmen und Vereine ihre Mitarbeiter mit einem Teuerungsbonus in Form von Gutscheinen unterstützen. Im Webshop sind 14 Wirtschaftsgemeinschaften beziehungsweise Regionen vertreten.

Tittler spricht auch die essentielle digitale Sichtbarkeit von Unternehmen an. Küng ergänzt, dass durch die „Ländleshopper“-Kampagne der Wirtschaftskammer Vorarlberg die Vorzüge und die Vielfältigkeit des Einkaufsangebots in Vorarlberg aufgezeigt werden. Er hebt das Wohlfühlen in den Regionen als Vorraussetzung für das Einkaufen dort hervor. Außerdem betont er den Erlebnischarakter des Einkaufs: „In den letzten zwei Jahren hat sich gezeigt, wie wichtig das ist.“ Die Kampagne wurde vor einem Jahr gestartet und solle mit einem neuen Sujet im November nochmal auf den Markt gebracht werden.

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