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Anklage: Gewalttätig gegen Lebensgefährtin

27.10.2022 • 19:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Noch kein Urteil: Angeklagter soll Lebensgefährtin regelmäßig geschlagen und bedroht haben.

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat den 25-Jährigen wegen fortgesetzter Gewaltausübung angeklagt, mit einem Strafrahmen von bis zu drei Jahren Gefängnis. Im Strafantrag wird ihm vorgeworfen, er habe zwischen September 2019 und März 2020 wiederholt physische und psychische Gewalt gegen seine damalige Lebensgefährtin ausgeübt.

Im Strafprozess erging am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch noch kein Urteil. Richter Christoph Stadler vertagte die Verhandlung auf unbestimmte Zeit. Denn das mutmaßliche Opfer ist am Donnerstag als Zeugin nicht zur Gerichtsverhandlung erschienen. Nun soll die in Deutschland lebende Frau von einem deutschen Gericht im Rechtshilfeweg einvernommen werden. Sie soll psychisch angeschlagen und deshalb nicht nach Feldkirch angereist sein.

Angeklagter bestreitet Schuld

Der unbescholtene Angeklagte sagte, er sei nicht schuldig. Er sei gegenüber seiner damaligen Lebensgefährtin nie gewalttätig gewesen. Verteidiger Markus Schiechtl beantragte einen Freispruch. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, er habe seine Freundin wiederholt geschlagen, getreten und gewürgt. Dadurch habe sie mehrmals Hämatome erlitten.Zudem wird dem Arbeiter zur Last gelegt, er habe seiner Partnerin wiederholt damit gedroht, sie umzubringen.

Richter Stadler fragte den Angeklagten, wie er sich die Vorwürfe erkläre. Der 25-Jährige sagte, sie habe schon ihrem früheren Freund Gewalttätigkeiten vorgeworfen. Denn sie habe es nicht ausgehalten, dass er ein schönes Leben habe. Aus demselben Grund belaste sie nun auch ihn.

Allerdings befindet sich der Angeklagte derzeit im Feldkircher Gefängnis. Der junge Mann aus dem Bezirk Bregenz wurde in Untersuchungshaft genommen. Verhaftet wurde er aber nicht wegen der angeklagten fortgesetzten ­Gewaltausübung, sondern nach dem Suchtmittelgesetz. Der Untersuchungshäftling wird des Drogenhandels verdächtigt.

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